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Öresund

Ausweiskontrollen zeigen unmittelbare Wirkung

Publicerat måndag 4 januari 2016 kl 14.12
"Man will wissen, wer ins Land einreist"
(2:58 min)
Staff checks ID of passengers at Denmark's Kastrup Airport Monday morning. Photo: Johan Nilsson / TT.
Seit Montagfrüh wird am dänischen Flughafen Kastrup kontrolliert (Foto: Johan Nilsson / TT)

Die mit Spannung erwartete Einführung von Ausweiskontrollen in sämtlichen Zügen, Bussen und Fähren nach Schweden hat bereits am ersten Tag deutliche Wirkung gezeigt. Bei den Reisenden trifft die Maßnahme der schwedischen Regierung auf ein geteiltes Echo.

Die Dänin Sisse arbeitet erst seit einem Monat auf der schwedischen Seite des Öresunds. So wie es jetzt aussieht, hatte sie sich das Pendeln nicht vorgestellt, erzählt sie im Schwedischen Rundfunk.

„Bislang lief es noch einigermaßen schmerzfrei ab. Nun weiß ich ja nicht, wie sich die Lage entwickelt, aber derzeit verlängert sich der Gesamtreiseweg um ungefähr zwei Stunden, wenn man jetzt in Kastrup raus muss. Ich hoffe sehr, dass dieser Zustand nicht lange anhält und man eine gute Lösung für alle findet."

Zwei Kontrollen zwischen Kopenhagen und Malmö

Beim Flughafen Kastrup heißt es derzeit für alle Reisenden aus Kopenhagen, die weiter nach Schweden wollen: „Aussteigen, die Ausweise, bitte!" Nach den Kontrollen an einer der 34 Schleusen in einem anderen Stockwerk dürfen die Zugpassagiere zurück zum Gleis und dürfen dort auf einen anderen Anschlusszug warten. Doch dies ist nicht die einzige Kontrolle: Die Grenzpolizei kontrolliert sämtliche Zugreisenden noch ein weiteres Mal auf der kurzen Strecke von der dänischen Hauptstadt nach Malmö, und zwar an der Station Hyllie. Diese Kontrollstation gibt es bereits seit etwa zwei Monaten.

Eine schwedische Zugreisende erzählte im Rundfunk: „Die Kontrollen sind jetzt vor allem für die Pendler lästig. Mich betrifft es nicht, weil ich in Dänemark wohne und arbeite und jetzt nur zu Besuch nach Stockholm fahre. Aber es ist schon nervig, nun über Malmö fahren zu müssen, um dort in einen Zug der Schwedischen Bahn zu kommen. Ansonsten halte ich die Ausweiskontrollen für völlig falsch und hoffe, dass sie schnell wieder abgeschafft werden. Ich bin der Meinung, dass wir sämtliche Flüchtlinge aufnehmen sollten - ohne irgendwelche Kontrollen durchzuführen."

Probates Mittel?

Eine andere Schwedin auf dem Weg vom Flughafen Kastrup nach Thailand ist da ganz anderer Meinung. Sicher, die Pendler tun ihr leid, aber das müsse man nun einmal in Kauf nehmen. „Ich halte die Kontrollen für richtig, weil man ja wissen will, wer ins Land einreist. So ist das schließlich bei den meisten Reisen, dass man sich ausweisen muss. Es kommen momentan so viele Flüchtlinge, da scheint es mir sinnvoll, diese Zahl etwas zu drücken, damit die Aufnahme auch in geregelten Formen ablaufen kann."

Es ist das erklärte Ziel der schwedischen Regierung, den anhaltenden Strom von Flüchtlingen mit Hilfe der neuen Maßnahme zu bremsen. Die Ausweiskontrollen zeigen der Polizei zufolge schon ihre Wirkung: Seit Montagmorgen um 6 Uhr habe lediglich ein einziger Asylsuchender die Kontrollstation Hyllie auf dem Weg nach Malmö passiert. Zum Vergleich: In der letzten Dezemberwoche hatten 2.000 Menschen einen Antrag auf Asyl in Schweden gestellt.

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