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Öresund

Die „Mitmenschenschmuggler“

Publicerat tisdag 5 januari 2016 kl 13.56
„Andere Wege finden, Flüchtlinge in Sicherheit zu bringen“
(1:56 min)
TV2 Lorry
Homepage des dänischen Lokal- und Jugendsenders TV2 Lorry, in dem das Interview mit der Aktivistin ausgestrahlt wurde.

Kurz nach der Einführung von Ausweiskontrollen zwischen Dänemark und Schweden hat eine dänische Aktivistengruppe angekündigt, Flüchtlinge illegal nach Schweden zu schleusen.

Man habe bereits mehrere Boote in Bereitschaft, um die Menschen über den Öresund zu bringen. Das Netzwerk, das sich selbst „Mitmenschenschmuggler“ nennt, hatte bereits im September Flüchtlinge per Segelboot von Dänemark nach Schweden übergesetzt. Das berichtet der dänische Lokalfernsehkanal TV2 Lorry. Der Sender strahlte am Montag ein Interview mit Annika Holm Nielsen aus, Mitglied der links-grünen dänischen „Einheitsliste“.

Ziviles Ungehorsam kleines Opfer

Weil die Politiker in der Flüchtlingsfrage ihrer Verantwortung nicht gerecht würden, werde ihr Netzwerk von Aktivisten „ jetzt andere Wege zu finden, Flüchtlinge in Sicherheit zu bringen.“ Man habe bereits mehrere Boote dafür bereitgestellt. Dass sie dafür in Schweden mit bis zu zwei Jahren Gefängnis bestraft werden kann, schreckt Annika Holm Nielsen nicht ab: „Ein kleines Opfer für uns, denn das Risiko, das wir eingehen ist doch gering im Vergleich zu dem, was diese Menschen durchgemacht haben.“

Küstenwache wacht

Die schwedische Küstenwache hat ihre Präsenz im Öresund bereits Mitte Dezember verstärkt, wie ein Sprecher der Küstenwache, Daniel Mahlberg, gegenüber TV2 Lorry bestätigte: „Wir führen die Überwachung sowohl mit Flugzeugen als auch auf See im Öresund durch. Falls wir in schwedischen Gewässern auf ein solches Boot treffen, werden wird dieses an Land bringen und die Sache an Polizei und die Einwanderungsbehörde übergeben.“

Das schwedische Fernsehen SVT berichtet unterdessen, dass man bei der schwedischen Grenzpolizei von einer erhöhten Gefahr illegaler Grenzübertritte ausgeht, seitdem Ausweiskontrollen durchgeführt werden. „Hat man es über das Mittelmeer geschafft, dann dürfte man es auch über den Öresund schaffen“, zitiert SVT den Inspekteur der Grenzpolizei Mats Svensson.

Michael Harmann

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