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30 Jahre ungelöst

Kriminologe wittert Erfolg bei Palme-Ermittlungen

Publicerat onsdag 13 januari 2016 kl 15.57
"Da bekommt man eine richtige Gänsehaut"
(2:56 min)
Leif GW Persson. Foto: Fredrik Sandberg/TT
Unangefochtener Star im Bereich Kriminologie: Leif GW Persson. Foto: Fredrik Sandberg/TT

In den nun schon fast 30 Jahre andauernden Ermittlungen zum Mord am ehemaligen schwedischen Ministerpräsidenten Olof Palme gibt es eine neue heiße Spur. Schwedens Kriminologe Nr. 1, Leif GW Persson, hält möglicherweise die Tatwaffe in den Händen.

Wie gut, dass Leif GW Persson eine eigene Fernsehsendung hat. „Veckans brott“ (Verbrechen der Woche), ähnlich der Sendung „Aktenzeichen XY ungelöst“, heißt sie, und schon in der nächsten Folge soll es um die möglicherweise sensationelle Entwicklung im Mordfall Palme gehen. 

Schon vor zwei Jahren bekam Persson ein Projektil zugesandt – anonym. Die Analysen, ob es sich um die Tatwaffe im Fall Palme handelt, dauerten lange an, doch im Herbst vergangenen Jahres schließlich kam das Ergebnis. 

„Große Wahrscheinlichkeit“ 

Im Fernsehen erklärte der Kriminologie-Professor: „Die haben die Kugel mit denen verglichen, die Palme getötet haben, und es gibt dem einen Gutachter zufolge eine große Wahrscheinlichkeit, dass sie von derselben Waffe stammt. Wenn man bedenkt, dass man in den vergangenen drei Jahrzehnten ungefähr 1.000 Schusswaffen getestet hat und dabei nicht einmal auch nur in die Nähe dieser Wahrscheinlichkeit gekommen ist, so ist das natürlich extrem spannend.“ 

Kaum lagen die Resultate der langwierigen Untersuchungen vor, bat Persson in seiner Sendung darum, der anonyme Briefeschreiber möge sich dringend bei ihm melden. Die Kontaktaufnahme klappte, wie Ende Dezember schließlich bekannt wurde. Und: Nach einem geheimen Treffen bei Göteborg hält Leif GW Persson inzwischen sogar einen Revolver in den Händen, der möglicherweise die Tatwaffe ist. 

Revolver in Aktion 

Das mit kriminaltechnischen Untersuchungen betraute Forensische Zentrum hat nun den Revolver getestet – mit Munition von demselben Typ, mit der Palme 1986 auf dem Sveavägen in Stockholm erschossen wurde. Die Ergebnisse werden dieser Tage erwartet. 

„Es kommt doch vor, dass man eine richtige Gänsehaut bekommt. Ich habe nicht damit gerechnet, Kontakt mit dem Informanten zu bekommen, geschweige denn damit, dass mir diese Waffe zugespielt wird. Nun bleibt zu beweisen, dass es sich um die Tatwaffe handelt.“ 

Dass der Mord an Olof Palme nach so langer Zeit noch immer nicht aufgeklärt und ein Mörder nicht gefunden ist, ist eine offene Wunde der schwedischen Gesellschaft. Eine Spezialeinheit arbeitet täglich an den Ermittlungen, nimmt Hinweise aus der Bevölkerung entgegen und betreibt sogar ein Tipp-Telefon. Sogar das Gesetz wurde geändert: Für Mord gibt es keine Verjährungsfrist mehr. So lebt die Hoffnung, diesen Mordfall doch eines Tages noch lösen zu können. 

Kriminologie-Ikone Leif GW Persson selbst gibt sich begeistert: Die neue Wendung im Fall Palme gebe seinem Leben derzeit „etwas Inhalt und Sinn“.

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