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Wegwerfgesellschaft

Schuster statt Shoppingcenter

Publicerat torsdag 14 januari 2016 kl 14.44
"Bringt landesweit Jobs"
(1:48 min)
Schuhe (Foto: Leif R Jansson, Hernrik Montgomery/TT)
Mehr Sorgfalt walten lassen (Foto: Leif R Jansson, Hernrik Montgomery/TT)

Weg von der Wegwerf-Gesellschaft: Nach dem Wunsch der schwedischen rot-grünen Regierung soll es sich wieder mehr lohnen, Schuhe, Kleidung oder beispielsweise auch Fahrräder zu reparieren.

Wie der Schwedische Rundfunk berichtet, haben sich die Koalitionspartner darauf geeinigt, die Mehrwertsteuer auf derartige sogenannte kleinere Reparaturdienste um mehr als die Hälfte zu senken – von 25 auf 12 Prozent. Die Neuregelung soll ab kommendem Januar in Kraft treten.

Ein Erfolg für die momentan nicht gerade von Wählergunst verwöhnten Grünen: Die Mehrwertsteuersenkung für Reparaturen gehört seit Jahren zu ihren Herzensfragen.

„Auf neue Weise denken“

„Wir müssen in Sachen Ökonomie umdenken, wir müssen auf neue Weise denken, wenn es darum geht, wie wir Produkte anwenden“, sagte Parteichefin Åsa Romson, heute Umweltministerin, als sie den Vorschlag im Sommer 2012 präsentierte. „Auf diese Weise werden weniger Rohstoffe in Anspruch genommen – und außerdem werden landesweit Jobs geschaffen.“ Insbesondere hofft man auf positive Effekte der Reform für die Beschäftigungssituation unter Migranten. Sieben Jahre dauert es durchschnittlich von der Ankunft in Schweden bis zu einem Job – Verbesserungsvorschläge tun da dringend not.

Noch mit Linken abstimmen

Laut den Medieninformationen, die von den Koalitionspartnern noch nicht bestätigt wurden, haben sich die Sozialdemokraten nun also hinter die Forderung des Juniorpartners gestellt. Schuster, Schneider und Fahrradreparateure können demnach ab 2017 ihrerseits die Preise senken.

Die Reform kostet den Staat jährlich umgerechnet an die  27 Millionen Euro. Der Vorschlag der Regierungsparteien soll demnächst noch in der Haushaltdebatte mit der Linkspartei abgestimmt werden.

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