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Gewerkschafts-Skandal in Schweden

Uppdaterat fredag 15 januari 2016 kl 16.35
Publicerat fredag 15 januari 2016 kl 10.48
Interne Krisensitzung am Freitag
(1:07 min)
 Foto: Claudio Bresciani/TT.
Vorsitzende Annelie Nordström gibt Anders Bergströms (li.) Rücktritt bekannt Foto: Claudio Bresciani/TT.

Die schwedische Gewerkschaft Kommunal ist nach zahlreichen Skandalen in eine handfeste Krise geraten.

Recherchen der Zeitung Aftonbladet haben ergeben, dass die Gewerkschaft entgegen der eigenen Richtlinien ein exklusives Event-Unternehmen betrieben hat. Auf Veranstaltungen in Stockholm wurden dabei erotische Shows mit einer bekannten Porno-Darstellerin abgehalten. Das Unternehmen soll der Gewerkschaft einen Verlust von über 30 Millionen Euro verursacht haben, so Aftonbladet.

Der dritte stellvertretende Vorsitzende und Kassierer, Anders Bergström, ist im Zuge der Zeitungsenthüllungen am Donnerstag von seinem Posten zurückgetreten.

Am Freitag berichtete Aftonbladet zudem, dass Kommunal exklusive Mietwohnungen in Stockholm für Vorstandsmitglieder reserviert hält.

Auch Außenministerin Margot Wallström soll eine solche Wohnung von Kommunal gemietet und die ansonsten übliche Warteschlange auf Mietwohnungen umgangen haben. Die Außenministerin betonte, nicht über die Umstände dieser Wohnungsvermittlung informiert gewesen zu sein. Kommunal-Vorsitzende Annelie Nordström sagte dazu am Freitag: Die Informationen für Wallström seien korrekt gewesen.

Das Anti-Bestechungs-Institut empfahl am Freitag, die Staatsanwaltschaft solle prüfen, ob der Verdachtsmoment auf Bestechung vorliegen könne.

Seit Bekanntwerden des Skandals sind 1.400 Mitglieder von Kommunal abgesprungen. Die Gewerkschaft hat eine interne Krisensitzung anberaumt.

Kommunal hat etwa eine halbe Million Mitglieder, meist Angestellte bei den Kommunen und Provinzen. 80 Prozent der Mitglieder sind Frauen. Viele arbeiten mit geringeren Gehältern etwa im Pflegebereich oder in Kindergärten.

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