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Trotz „außergerichtlicher Hinrichtungen“

Kriegsakademie holt sich Inspiration in Israel

Publicerat fredag 15 januari 2016 kl 11.30
"Interessant zu wissen, wie die Israelis denken"
(3:27 min)
Israeliska gränspoliser. Foto: Majdi Mohammed/TT.
Israel hat Erfahrung und Kompetenz (Foto: Majdi Mohammed/TT)

Trotz der politischen Spannungen zwischen Schweden und Israel möchte Schweden von den israelischen Erfahrungen in der Terrorbekämpfung und im Katastrophenschutz lernen. Unter der Regie der unabhängigen Königlichen Akademie der Kriegswissenschaften besucht dazu in dieser Woche eine Delegation Israel.

Während Außenministerin Margot Wallström gerne prüfen lassen will, ob sich Israel vor dem Hintergrund palästinensischer Messerattacken auf die Bevölkerung mit „gezielten Tötungen“ zur Wehr setzt und damit zu einer diplomatischen Missstimmung beigetragen hat, möchten andere schwedische Institutionen sich gerne von Israel und seinen Erfahrungen in der Terrorbekämpfung inspirieren lassen.

Eine Delegation von Experten und Geschäftsleuten ist seit Beginn dieser Woche unter der Regie der Königlichen Akademie der Kriegswissenschaften in Israel, um sich zu informieren. Diese Akademie ist eine unabhängige Organisation, die unter anderem auch die Regierung berät.

Wertvolle Erfahrungen

Der ehemalige Verteidigungsminister Mikael Odenberg ist Vorsitzender der Akademie und erklärt im Gespräch mit Radio Schweden, dass Israel gerade wegen seiner konkreten Erfahrungen ein wertvoller Ansprechpartner sei:

„Israel ist ein ziemlich selbstverständliches Studienobjekt. Der Zweck der Reise ist, wie Israel die Kriegsführung der Zukunft einschätzt. Das geht vom Zivilschutz bis zu Einsätzen und Taktik. Wie bereitet sich die israelische Gesellschaft vor? Israel ist ein relevantes Reiseziel aus dem einfachen Grund, weil das für das Land nicht nur akademische Spekulation ist, sondern Realität. Die geopolitische Lage des Landes führt dazu, dass Israel tagtäglich mit diesen Fragen konfrontiert wird. Deshalb ist es interessant zu wissen, wie die Israelis denken.“

Besonderes Augenmerk Terrobekämpfung

Odenberg selbst ist nicht bei der Reise dabei, die eine Woche dauert. Besonderes Interesse bestehe in der israelischen Terrorbekämpfung:

„Ja natürlich – wie man die Gesellschaft schützt. Darin hat Israel eine besondere Erfahrung. Das beginnt bei den Katjuscha-Raketen, die auf israelische Städte abgeschossen werden. Aber es geht auch um den Schutz der Infrastruktur und Stromversorgung. Was tut Israel gegen Cyber-Attacken. Wie denkt es über den Schutz der Bevölkerung in der Zukunft. Wie sehen die militärischen Herausforderungen aus. Israel liegt nahe Syrien, nahe am IS und hat eine große Kompetenz was das Militär, die Forschung und Computertechnik betrifft.“

Laut israelischen Medienangaben hat die schwedische Delegation auch Mitglieder der Knesseth und Offizielle des israelischen Außenministeriums getroffen. Die israelische Botschaft hat der schwedischen Delegation auch bei der Planung der Reise geholfen. Die angespannte Lage zwischen der schwedischen Regierung – und hier vor allem Außenministerin Margot Wallström – und Israel habe keine Auswirkungen gehabt, so Mikael Odenberg:

„Ich kann darüber zwar nur spekulieren, weil ich ja nicht selbst an der Reise teilgenommen habe. Aber die Diskussion, die in der israelischen Öffentlichkeit geführt wird, und wie die israelischen Medien über die Kritik durch die Außenministerin schrieben, vermitteln ein Bild, dass Schweden nicht gerade zu den Freunden Israels zählt.“

Vielleicht kann dies ja der Besuch des Auswärtigen Ausschusses des schwedischen Parlaments ändern, der für Mittte Februar geplant ist.

Liv Heidbüchel / Dieter Weiand

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