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Der stärkste Bär der Welt wird 50

Publicerat tisdag 19 januari 2016 kl 09.47
"Ein schwedisches Disney"
(5:17 min)
Bamse fyller jämnt. © Rune A
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Hipp hipp hurra für Bamse ! (Foto: © Rune A)
Bamse/Egmont Publishing
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Mit diesen drei Freunden fing es vor 50 Jahren an: Skalman, Bamse und Lille Skutt (Foto: Bamse/Egmont Publishing)
Malva, Bamse och Moa
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Im Tierpark Kolmården hat der starke Bär seinen eigenen Bereich "Bamses värld) (Foto: Andreas Tosting/ Sveriges Radio)
I Bamse och Tjuvstaden Bild: Tre Vänner.
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2014 kam der erste Bamsefilm ins Kino. (Bild: Tre Vänner)

Seit 50 Jahren ist der Bär Bamse ein fester Bestandteil im Leben vieler schwedischer Familien. Es gibt den kleinen Braunbären in der blauen Latzhose als Comicfigur und Filmhelden, als Buch und Schulheft, auf Tassen, Bettlaken und Zahnpasta. Jetzt feiert er seinen 50. Geburtstag.

Wenn diese Titelmelodie erklingt, wissen die meisten Kinder  in Schweden, wer jetzt seinen Auftritt hat. Bamse – der freundlichste Bär der Welt. Doch Bamse ist nicht nur nett. Wenn er Omas Wunderhonig isst, dann erwachsen ihm unermessliche Kräfte – Kräfte, die das Tier jedoch nur in den Dienst des Guten stellt. Bamse ist also unendlich stark und unendlich nett. Damit ähnelt er der anderen schwedischen Superheldin Pippi Langstrumpf. Bamse schützt die Schwachen, bekehrt die vermeintlich Bösen und ist ein rundum freundlicher Geselle.

"Der Bär war noch übrig"

1966 erblickte der Bär auf dem Zeichentisch von Rune Andréasson das Licht der Welt. Der damals gut 40-Jährige arbeitete schon eine Weile als Zeichner, doch Bamse war sein großer Durchbruch. „Dass es ausgerechnet ein Bär wurde, hatte einen ganz konkreten Grund“, erzählte der Bamse-Schöpfer einmal im Schwedischen Rundfunk. „Als ich angefangen habe, diese Cartoons zu malen, da hatte Disney schon fast alle Tiere verwendet – nur der Bär war noch übrig.“ Außerdem, so Andréasson weiter, mochte er Bären einfach. Den Teddy, den er zu seinem ersten Geburtstag bekommen hatte, besaß er immer noch.

Karriere begann im schwarz-weiß Fernsehen

Bamse erschien zunächst als Zeichentrickfigur im Schwedischen Fernsehen. Damals in den 60er-Jahren gab es nur einen Kanal und die sechs schwarz-weiß Filme erreichten in kürzester Zeit ein breites Publikum. Es folgte Bamse als Comicstrip in einer großen Wochenzeitung, schließlich Bamse mit seinem eigenen Heft. Heutzutage ist Bamse in Schweden ein erfolgreiches Merchandising-Produkt. 2014 kam der erste Bamse-Film ins Kino, im Tierpark Kolmården hat der Bär seinen eigenen Themenpark und das Jubiläumsjahr feiert man unter anderem mit einem neugeschriebenen Theaterstück, das im April in Stockholm Premiere hat.

"Fremde sind Freunde, die man noch nicht kennt" 

Worin liegt der Erfolg des Bären? Eine Erklärung ist sicher, dass Bamse wunderbar als Richtschnur bei der Kindererziehung dienen kann. Nie missbraucht er seine Zauberkräfte, ist hilfsbereit, geduldig und klug. „Fremde“, so lautet eine seiner Weisheiten, „sind doch bloß Freunde, die man noch nicht kennt.“

Nebenfiguren sorgen für Pepp 

Damit es in den Bamse-Geschichten aber vor lauter Gutsein nicht langweilig wird, gibt es eine Reihe amüsanter Nebenfiguren. So zum Beispiel die geniale, aber faule Schildkröte Skalman, das ängstliche Kaninchen Lille Skutt, den bösen Wolf und die geldgierige Wühlmaus Krösus Sork.

Kämpfer für soziale Gerechtigkeit 

Zudem hat Bamse im Laufe seiner 50 Jahre auch geheiratet und mit seiner Frau Brummelisa vier Kinder bekommen. Diese Familiengründung ermöglichte es Zeichner Rune Andréasson denn auch Themen wie Mobbing, Drogen, Gleichberechtigung und soziale Gerechtigkeit in die Handlung einfließen zu lassen.

Kaum Erfolg in Deutschland 

Auch auf dem deutschen Markt gab Bamse einmal ein - allerdings recht kurzes - Gastspiel. In den Jahren 1992 und 1993 erschienen insgesamt 14 Hefte mit dem Bären, der in Deutschland den Namen Tino Tatz erhielt. Doch der Erfolg hielt sich in Grenzen.

Mit Bamse gegen Diabetes 

In Schweden hingegen ist Bamse nach wie vor ein Renner – und das auch noch lange nach dem Tod seines Schöpfers. Rune Andréasson starb 1999, seitdem zeichnen und schreiben verschiedene Personen die neuen Abenteuer des kleinen Bären. Derer gibt es viele. 18 Mal im Jahr erscheint das normale Heft. Hinzu kommen Spezialausgaben zu Themen wie Diabetes, Recycling oder Brandschutz. Auch gibt es Bamse für die Kleinsten, Bamse für Migranten und Bamse als Rätselheft.

Bamse-Nostalgie

Bamse hat viele Schweden geprägt – auch diesen erwachsenen Besucher, der sich in der Stockholmer Comics-Galerie die Jubiläumsausstellung mit einigen Originalzeichnungen Andréassons anschaut. Bamse weckt Erinnerungen. „Das ist wie schwedisches Disney. Ein süßes Tier, aber doch mit eigenem Touch. Als Kind war ich sehr fasziniert von Bamse. Die schönsten Bilder habe ich abgemalt und zuhause an die Wand gehängt.“

Karin Bock-Häggmark/Olgica Lindquist 



 

 

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