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Musik

Rapperin holt schwedischen Grammy

Publicerat torsdag 25 februari kl 11.28
„Sieh dich um, hier sind nur Weiße"
(2:50 min)
Grammisgala 2016
Silvana Imam (li.) und weitere Preisträger auf der Grammis-Gala 2016 Foto: Jonas Ekströmer/TT

Die Hiphop-Künstlerin Silvana Imam ist zum zweiten Jahr in Folge auf der Grammis-Gala zur Musikerin des Jahres gewählt worden.

Das schwedische Pendant zum wichtigsten Musikpreis der Welt, der Grammy-Verleihung in Los Angeles, wurde am Mittwochabend in der Veranstaltungshalle Cirkus in Stockholm vergeben.

„Ich habe einen Grammis gewonnen! Das ist ein mächtiges Gefühl“, so eine bewegte Silvana Imam nach der Preisverkündung. Ihre Dankesrede hielt sie vor allem auf Arabisch und Litauisch, die Sprachen ihrer Eltern. Dies sei eine Huldigung an alle, die aus anderen Ländern nach Schweden gekommen seien und es schwierig hätten, sich hier zu etablieren.

Hiphop-Kollektiv holt die meisten Preise

Nach ihrem Durchbruch 2014 hat sich die heute 29-jährige Rapperin aus Jakobsberg bei Stockholm als eine der wichtigsten Musiker Schwedens etabliert. Sie ist Teil des Hiphop-Kollektives RMH, dessen Mitglieder auf der Grammis-Gala am Mittwochabend mit vier Preisen die meisten Auszeichnungen erhielten.

Mit ihrer Partnerin Beatrice Eli tritt Imam unter dem Namen Vierge Moderne auf. Auf der QX Gaygalan 2015 erhielt sie die Auszeichnung „Homo des Jahres“.

„Dies ist nur der Anfang. Es ist niemals mein Ziel, Preise zu gewinnen. Was ich will ist, neue Musik zu schaffen, die mich selbst in Aufregung versetzt. Das ist mein Ziel.“

Überraschte Preisträger

Schwedens derzeit womöglich bekannteste Popsängerin Zara Larsson ging auf der Grammis-Gala leer aus. Zum Album des Jahres wurde „Sky city“ der Indie-Pop Gruppe Amason gewählt. Zur Nachrichtenagentur TT sagten die Bandmitglieder, sie seien von der Auszeichnung völlig überrascht worden und hätten auch keine Dankesrede vorbereitet.

Die Heavy-Metal-Band Ghost aus Linköping nahm nach ihrer US-Grammy-Auszeichnung in Los Angeles vor einigen Wochen nun auch den schwedischen Grammis für den Hardrock/Metal des Jahres mit nach Hause.

Auch Max Martin, der Grundstein des sogenannten schwedischen Musikexport-Wunders, ging nicht leer aus. Der Musikproduzent und Songwriter erhielt bei der Grammis-Verleihung die Auszeichnung „Ehrenpreis des Jahres.“

Kritik: "Zu viele Weiße"

Die diesjährige Grammis-Gala wurde von teilweise harscher Kritik über zu wenige farbige Teilnehmer und Preisträger begleitet. Rapperin Silvana Imam sagte zur Zeitung Expressen: „Sieh dich hier nur um, hier sind nur Weiße. Es ist wohl an der Zeit für Grammis, hier etwas zu verändern.“

Die Gewinnerin der Auszeichnung „Pop des Jahres“, Seinabo Sey – Tochter des gambischen Sängers Maudo Sey – holte für ihren Auftritt auf der Gala 100 dunkelhäutige Frauen auf die Bühne. Die vielbejubelte Nummer wollte Sey nicht selbst kommentieren. „Die Leute sollen selbst denken. Dies ist Kunst, und ich glaube, die Menschen tun mehr, wenn sie selbst denken dürfen, anstatt wenn ihnen gesagt wird, was sie denken sollen“, so Sey.

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