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Verbote

Altersgrenze für Solarien geplant

Publicerat onsdag 2 mars 2016 kl 14.07
Hautkrebs-Risiko durch Sonnenstudio verdoppelt
(3:59 min)
Bild på fötter i ett solarium med blått ljus.
Solarium befördert Hautkrebs, zeigen Studien (Foto: Pixabay) Foto: Pixabay

Die Regierung macht sich für eine Altersgrenze in Solarien stark. Wie der Schwedische Rundfunk meldet, ist nun ein entsprechender Vorschlag bei der EU-Kommission eingereicht worden.

Bräunen bis der Arzt kommt – damit soll in Schweden Schluss sein, zumindest für Minderjährige. Der rot-grünen Regierung schwebt deshalb eine Änderung des Strahlenschutzgesetzes vor. Für die Betreiber von Solarien würde dies bedeuten: Wer junge Menschen unter 18 Jahren zum Bräunen ins Sonnenstudio lässt, macht sich strafbar. 

„Kein Grund zum Bräunen“ 

Die grüne Klima- und Umweltministerin Åsa Romson begründet im Schwedischen Rundfunk, warum sie sich für die Gesetzesänderung stark macht. 

„Hautkrebs ist eine der häufigsten Krebsarten. Wir sind besorgt und wollen unser Kinder und Jugendlichen so gut es geht vor dieser Krebsform schützen. Dazu gehört, weniger Zeit im Solarium zu verbringen. Jugendliche haben keinerlei Grund, sich im Sonnenstudio zu bräunen, deshalb brauchen wir eine Altersgrenze.“ 

In Deutschland gibt es seit 2012 strenge Vorschriften für Solariumbetreiber. Wer Minderjährige unter die Röhre lässt, muss mit empfindlichen Strafen bis zu 50.000 Euro rechnen. Studien, auf die die Deutsche Krebshilfe hinweist, belegen, dass sich das Risiko, am besonders aggressiven schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom) zu erkranken, durch den regelmäßigen Solariumbesuch verdoppelt. Dies gilt der Forschung zufolge für Menschen bis 35, was den Wunsch nach einer Einschränkung des künstlichen Sonnenbades für Minderjährige nachvollziehbar macht.

Kontrollieren ohne Personal? 

Nun gibt es in Schweden besonders viele Solarien ohne Personal, soll heißen, dort kann niemand das Alter der Kunden kontrollieren. Dies sollte jedoch kein Hindernis für eine Gesetzesverschärfung darstellen, meint Ministerin Romson. Entsprechende technische Lösungen seien durchaus möglich. 

„Andere Länder haben das Problem gelöst, also kann auch Schweden das lösen. Ein Betreiber hat viele Möglichkeiten sicherzustellen, dass die Altersgrenzen eingehalten werden – selbst wenn das Sonnenstudio unbemannt ist.“ 

Wie dies konkret aussehen könnte, ist noch nicht bekannt. Aber ein Test des Schwedischen Fernsehens zeigte erst diese Woche: Minderjährige können im Supermarkt leicht Alkohol kaufen. Auch hier gibt es eine Altersgrenze von 18 Jahren. Doch die Selbstbedienungskassen machen es leicht, sich der Kontrolle des Personals zu entziehen – und das, obwohl jeder Einkaufsladen in Schweden strenge Regeln für den Verkauf von Alkohol hat. 

Aus dem Vorschlag, den die Regierung nun der EU-Kommission geschickt hat, geht hervor, dass das Umweltministerium weitere Informationskampagnen über die Risiken des Bräunens für „wirkungslos“ hält. Stattdessen solle es eine gesetzlich festgeschriebene Altersgrenze schon ab Juli 2018 geben.

„Risiken gesetzlich verbieten ist unmöglich“ 

Im Parlament würde eine Mehrheit für den Vorschlag stimmen, wie Nachfragen des Schwedischen Rundfunks ergeben haben. Allerdings gibt es auch, wenngleich vorsichtige, Kritiker. So erklärte die sozialpolitische Sprecherin der Konservativen, Cecilia Widegren: „Man kann nicht alle Risiken im Leben per Gesetz verbieten. Aber natürlich müssen wir verantwortungsbewusster bei dem Thema sein und darüber informieren, dass zu viel ultraviolette Strahlung niemandem gut tut.“ 

Die Christdemokratin und Vorsitzende des Ausschusses für Soziales im Reichstag, Emma Henriksson, meint ebenfalls, dass ein Gesetz allein das falsche Signal senden würde. 

„Ein Gesetz ist nicht immer das beste Mittel, um Gefahren zu vermeiden. Wir als Erwachsene müssen mehr persönliche Verantwortung übernehmen, denn als Erwachsene sind wir nun einmal verantwortlich für unsere Kinder.“

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