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Schweden begrüsst Schuldenerlass

Publicerat måndag 26 september 2005 kl 13.28

Das Abkommen darf durchaus als historisch bezeichnet werden: Die Mitglieder von Weltbank und Internationalem Währungsfond haben den Weg frei gemacht für den grössten Schuldenerlass in der Geschichte. 18 der ärmsten Länder der Welt brauchen nun ihre Milliardenkredite nicht mehr zurück zu zahlen. Schweden begrüsst dieses Abkommen ausdrücklich. Doch ein Schuldenerlass dürfe nur der erste Schritt sein, teilte die Regierung mit.

Lange Zeit war nicht sicher, ob sich die 184 Mitglieder von Weltbank und Internationalem Währungsfond in Washington auf ein weit reichendes Abkommen einigen würden. Doch am Ende gelang der historische Durchbruch. Für Schweden sass Entwicklungshilfeministerin Carin Jämtin am Verhandlungstisch. Ihre grösste Sorge galt der Hilfsbereitschaft der sieben führenden Industrienationen und Russlands, kurz G8:

„Die G8-Länder haben ein Papier vorgelegt, in dem weitere Entwicklungshilfegelder angekündigt werden. Doch wir wissen noch nicht, wie diese Hilfe konkret aussehen soll. Da haben die einzelnen Länder unterschiedliche Vorstellungen. Allein die USA und Grossbritannien haben frühzeitig sehr deutlich gesagt, wieviel Geld sie für die armen Länder bereitstellen wollen.“

Abkommen kann ausgeweitet werden 

Nun muss bis ins kleinste Detail geregelt werden, welches Land wieviel geben wird. Insgesamt 40 Milliarden US-Dollar werden den 18 ärmsten Ländern der Welt erlassen, die meisten davon liegen in Afrika. Möglich wurde der Schuldenerlass, weil die reichen Länder dafür garantieren, Weltbank und Währungsfond die Fehlbeträge zu ersetzen. Und sogar eine Ausweitung des Abkommens ist vorgesehen. Danach wird der Erlass auf 38 arme Länder ausgeweitet, die über einen Zeitraum von 40 Jahren etwa 56 Milliarden US-Dollar gestundet bekommen. Entwicklungshilfeministerin Jämtin ist zuversichtlich, dass alle Vertragspartner Wort halten:

„Es gibt keine Garantie dafür, dass dieses Abkommen auch wirklich 40 Jahre halten wird. Doch immerhin haben die USA und Grossbritannien dieses Projekt mit Nachdruck betrieben. Deswegen werden sie auch andere Geberländer moralisch in die Pflicht nehmen, denke ich.“

Vorbild Schweden

Doch es sind nicht nur die grossen Länder, die ein moralisches Beispiel geben können. Denn erst in der vergangenen Woche hatte Schweden angekündigt, es werde in diesem Jahr gut ein Prozent seines Bruttonationaleinkommens für Entwicklungshilfe ausgeben – als einziges Land weltweit.

Alexander Schmidt-Hirschfelder

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