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Spekulationen über Heikensten-Wechsel

Publicerat fredag 30 september 2005 kl 13.18
Lars Heikensten

Die Nachricht kam gestern überraschend: Lars Heikensten, Chef der Schwedischen Reichsbank, verlässt seinen Posten vorzeitig und wechselt zum Europäischen Rechnungshof nach Luxemburg. Eigentlich hatte Heikensten noch mindestens bis zum Jahr 2009 im Amt bleiben sollen. Deswegen kursieren nun die Gerüchte, die Regierung habe sich des unliebsamen Wächters über die nationalen Zinssätze schlichtweg entledigen wollen.

Von offizieller Regierungsseite her ist man heute voll des Lobes über den noch amtierenden Reichsbankchef. Die Nachricht, dass Heikensten künftig eine führende Aufgabe in der Europäischen Union übernehme, gebe doch allen Anlass zur Freude, findet auch Finanzminister Pär Nuder:

„Damit bekommt Schweden einen äusserst qualifizierten Vertreter beim Europäischen Rechnungshof. Lars Heikensten verfügt über beeindruckende Kenntnisse und ein internationales Netzwerk, das ihm in Luxemburg zugute kommen wird.“

Positive Bilanz 

Spätestens bis zum ersten März nächsten Jahres werde Heikensten seinen Posten als Reichsbankchef räumen. Die Eile überrascht etwas. Schliesslich lässt sich Heikenstens Arbeitsbilanz durchaus als Erfolgsgeschichte lesen: Der 55-Jährige steht für eine strikte Stabilitätspolitik, die schwedischen Zinssätze sind nach der Schweiz die niedrigsten in Europa und der Binnenmarkt floriert. Auch Klas Eklund, Chefökonom bei der Bank SEB, ist verwundert über Heikenstens Wechsel:

„Natürlich spekulieren nun viele Beobachter, warum die Regierung ihm gerade jetzt einen Job anbietet,  bei dem er kaum nein sagen kann. Gut möglich, dass man ihn loswerden wollte. So ein Fall tritt bei der Reichsbank sehr selten auf. Schliesslich hat keiner damit gerechnet, dass Heikensten drei Jahre vor Ablauf seiner Mandatsperiode aufhört.“

Druck der Gewerkschaften 

Doch vor allem die starken schwedischen Gewerkschaften sowie die Arbeitsmarktbehörde hatten immer wieder Kritik an der Zinspolitik des Notenbankchefs geübt. Zu lange seien die Zinsen auf hohem Niveau gehalten worden. Das habe viele Arbeitsplätze vernichtet, lautete der wiederholte Vorwurf. Könnte die sozialdemokratische Minderheitsregierung diesem Druck am Ende nachgegeben haben? Heikensten selbst weist dieses Szenario jedenfalls zurück:

„Das hat damit überhaupt nichts zu tun. Ich habe nun einmal gerade jetzt dieses interessante Angebot erhalten. Und diesen spannenden Job möchte ich nun auch ausprobieren.“

Nun richten sich die Spekulationen auf Heikenstens Nachfolger. Und da wird am häufigsten der Name seiner Stellvertreterin Irma Rosenberg genannt. Doch unabhängig vom Nachfolger rechnet vorerst niemand mit einer völligen Kehrtwende in der Zinspolitik der Reichsbank.

Alexander Schmidt-Hirschfelder

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