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Nobel 2005

Medizinpreis 2005 an zwei Australier

Publicerat måndag 3 oktober 2005 kl 16.09
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Dr. Robin Warren (l) und Professor Barry Marshall (r)
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Helicobacter pylori unter dem Mikroskop (AP Photo/Health Sciences Center-University of Virginia /Scanpix Schweden)

Der Nobel-Reigen ist eröffnet. Das Karolinska Institut in Stockholm gab heute die Gewinner des Medizin-Nobelpreises bekannt. Es sind die Australier Barry Marshall und Robin Warren. Sie hatten sich herausragende Verdienste bei der Erforschung von Magenkrankheiten erworben. Von Marshalls und Warrens Entdeckung profitiert bereits heute die Hälfte der Menschheit.

Das Magenbakterium Helicobacter pylori war der Schlüssel zu den langjährigen Forschungen von Barry Marshall und Robin Warren. Die australischen Mediziner fanden heraus, dass das Bakterium in neun von zehn Fällen für Magengeschwüre und ähnliche Krankheiten verantwortlich ist. Damit räumten die Forscher gleichzeitig mit dem Mythos auf, Magenprobleme seien vor allem psychosomatisch bedingt. Deswegen ist diese Entdeckung nach Auffassung von Professor Erna Möller vom Karolinska Institut in Stockholm auch so preiswürdig:

„Mit dem Medizinpreis soll stets eine wichtige Entdeckung ausgezeichnet werden. Und dies ist wirklich eine grosse Entdeckung, die nicht nur das Leben der Patienten verändert hat, sondern die Einstellung der Gesellschaft zu chronischen Krankheiten. Entzündungen spielen eine entscheidende Rolle bei chronischen Erkrankungen. Oft sind es nämlich Mikroorganismen, die dazu beitragen, dass eine Krankheit chronisch wird.“

Dank der Entdeckung von Barry Marshall und Robin Warren können Magenpatienten etwa seit Mitte der 1980er Jahre gezielt behandelt werden. Und die Zahl der Patienten steigt ständig. Denn fast jeder zweite Mensch trägt das Bakterium in sich. Im äussersten Falle kann es zu Magenkrebs führen. Für die Medizin ist die erfolgreiche Forschung der beiden Australier deswegen ein bedeutender Schritt nach vorne.

In freudiger Erwartung 
Übrigens, auch den Preisträgern war die Bedeutung ihrer Entdeckung bewusst. So warteten beide gemeinsam in ihrer Stammkneipe auf den Anruf des Nobelkomitees – wie jedes Jahr Anfang Oktober. Das Warten hat sich diesmal gelohnt. Am zehnten Dezember werden sie, gemeinsam mit den Gewinnern aus den Bereichen Physik, Chemie und Literatur, ihre Auszeichnung in Stockholm entgegen nehmen.

Alexander Schmidt-Hirschfelder

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