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Immer mehr Arbeiterkinder studieren

Publicerat torsdag 6 oktober 2005 kl 16.02

Die Zeiten, da sich an Schwedens Hochschulen vor allem höhere Söhne und Töchter trafen, sind vorbei. Mehr und mehr dringen Studenten aus Arbeiterfamilien in die einstige Domäne von Akademiker-Kindern vor. In den vergangenen zehn Jahren stieg ihr Anteil an der gesamten Studentenschaft von 19 auf 25 Prozent.

Diese jüngsten Ziffern entstammen einem Bericht, den das Amt für Hochschulwesen an diesem Donnerstag vorgelegt hat. Für Bildungsminister Leif Pagrotsky eine erfreuliche Lektüre:

“Es ist sehr gut, dass das Ungleichgewicht zwischen den sozialen Gruppen an den Hochschulen mehr und mehr schwindet. Jahrelang mussten wir auf Talente und auf qualifizierte Arbeitskräfte verzichten, weil sich Jugendliche aus Arbeiterfamilien gegen akademische Studien entschieden haben – auch wenn sie durchaus dazu befähigt gewesen wären“, sagt der Minister.

Laut offizieller Statistik entstammen 34 Prozent der schwedischen Bevölkerung der so genannten Arbeiterklasse. 25 Prozent an der Uni spiegeln die Realität also noch nicht ganz, gleichwohl ist man offenbar auf dem richtigen Weg. Dass sich in den vergangenen zehn Jahren mehr Arbeiterkinder für ein Studium entschieden haben, ist laut Stig Forneng vom Amt für Hochschulwesen vor allem auf ein erweitertes Angebot zurückzuführen.

“Die jungen Menschen merken zunehmend, dass ohne Ausbildung auf dem Arbeitsmarkt nicht viel zu holen ist. Und wenn sie daraufhin sagen: Gut, ich versuche es, ich will studieren, dann wird ihnen diese Entscheidung jetzt leichter gemacht, weil in den letzten Jahren an den Universitäten und Hochschulen viele neue Studienplätze geschaffen worden sind.“

Zur breiteren sozialen Fächerung unter Studenten tragen darüber hinaus traditionelle schwedische Extras bei – wie die obligatorische neunjährige Gesamtschule sowie das System der Studienanleihen. Dieser staatliche Kredit, zu dessen Abzahlung nach dem Studium viele Jahre Zeit ist, steht jedem zu und macht unabhängiger von Muttis oder Vatis Geldbörse.

Thomas Johnson kommt aus einer Arbeiterfamilie und studiert an der Universität Stockholm. „Es ist wichtig, dass die Universität die Gesellschaft widerspiegelt“, findet er. „Es muss verschiedene Menschen in verschiedenen Berufen geben.“ Es sei angezeigt, schon in den Grundschulen über die Studienmöglichkeiten zu informieren, meint Thomas Johnson. Bildungsminister Leif Pagrotsky sieht vor allem ein Rezept als erfolgreich:

“Das Wichtigste, was wir in den vergangenen Jahren getan haben, war, die Hochschulen auszubauen und mehr Studienplätze zu schaffen. Dieses Instrument müssen wir weiter nutzen, es hat sich als am wirksamsten erwiesen.”

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