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Oslo 2005

Friedensnobelpreis an IAEO

Publicerat fredag 7 oktober 2005 kl 11.05
Mohammed El-Baradei

Auf diesen Preisträger hatten viele gewettet. Der diesjährige Friedensnobelpreis geht an die Internationale Atomenergieorganisation, IAEO, sowie ihren Chef, den Ägypter Mohammed El-Baradei. Mit diesem Preis wolle man der Arbeit der UNO-Organisation neuen Auftrieb geben, teilte das Nobelkomitee in Oslo mit.

Pünktlich um elf Uhr vormittags trat der Präsident des Nobelkomitees in Oslo, Ole Danbolt Mjoes, vor die Presse und verkündete die nicht allzu grosse Überraschung:

„Das norwegische Nobelkomitee hat entschieden, den diesjährigen Friedensnobelpreis an die Internationale Atomenergieorganisation, IAEO, und ihren Vorsitzenden, Mohammed El-Baradei, zu vergeben. Damit würdigt das Komitee ihre Bemühungen, die Nutzung der Atomenergie für militärische Zwecke zu verhindern, und sie stattdessen nur zu friedlichen Zwecken anzuwenden.“

Politisches Signal 
Sechzig Jahre nach dem Abwurf der Atombomben auf Hiroschima und Nagasaki durch die USA und angesichts eines immer verworreneren weltweiten Anti-Terror-Krieges, in dem der Einsatz von Atomwaffen nicht mehr vollkommen ausgeschlossen wird, setzt der Friedensnobelpreis einmal mehr ein deutliches politisches Signal.

Entsprechend begründete der Präsident des norwegischen Nobelkomitees die Entscheidung: „In einer Zeit, da die atomare Bedrohung durch einzelne Staaten oder Terroristen wieder wächst, will das Nobelkomitee unterstreichen, wie wichtig eine breite, internationale Zusammenarbeit in dieser Frage ist. Hier sind die Atomenergiebehörde und ihre Vorsitzenden international Vorreiter.“

Weltweit schwelende Konflikte
Der IAEO, 1957 als Unterorganisation der Vereinten Nationen gegründet, stehen die wichtigsten Aufgaben wohl noch bevor. Die Krisenregionen Iran und Nordkorea stehen weiter im Blickfeld der Weltöffentlichkeit, weil dort Atomwaffen vermutet werden. In diesem Zusammenhang mahnte Ole Danbolt Mjoes: „Dass die Welt immer noch zu wenig im Kampf gegen Atomwaffen erreicht hat, macht diese Frage heute aktueller denn je.“

Preisträger überrascht 
Für den Preisträger kam die Auszeichnung nach eigenem Bekunden überraschend. Seit 1997 leitet er die Organisation mit Sitz in Wien. Erst vor wenigen Wochen wurde er für eine dritte Amtszeit gewählt. Das Nobelkomitee hatte El-Baradei unter der Rekordzahl von 199 Kandidaten ausgewählt. Der Preis wird am 10. Dezember, dem Todestag des schwedischen Stifters Alfred Nobel, in Oslo überreicht.

Alexander Schmidt-Hirschfelder

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