Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/

Interesse für Merkel als Kanzlerin

Publicerat tisdag 11 oktober 2005 kl 15.59

Das Ringen um den Kanzlerposten in Berlin ist von Schweden mit Interesse verfolgt worden. In ihren Kommentaren begrüssen die schwedischen Zeitungen heute die Lösung der K-Frage. Gleichzeitig warnen sie vor den Problemen einer Grossen Koalition. Ausschnitte aus schwedischen Leitartikeln:

Am positivsten urteilt Svenska Dagbladet, eine konservative Zeitung: „Die Zusammenarbeit in der Grossen Koalition kann zäh und kurzzeitig werden. (…) Aber die Reformarbeit im wichtigsten EU-Land wird von einer Frau mit marktwirtschaftlichen Wertvorstellungen und persönlichen Erfahrungen mit dem Kommunismus geleitet. Berlin schickt neue Signale aus. Das ist wichtig“, kommentiert Svenska Dagbladet.

Die Zeitung Södermanlands Nyheter steht der schwedischen Zentrumspartei nahe und bezeichnet die Aussichten für Angela Merkel trotz aller innenpolitischen Schwierigkeiten als „viel versprechend für Europa“. „Angela Merkel ist zwar keine Thatcher, weder ideologisch noch in ihrer Handlungsweise, aber sie ist eine gute Analytikerin, zielbewusst und politisch kompetent. Sie hat sich über die Jahre durchgesetzt – auch gegen Schröder. Ihre spitzen Ellenbogen kann Merkel früher einsetzen als man vermutet“, glaubt Södermanlands Nyheter.

Die liberale Zeitung Sydsvenska Dagbladet ist skeptisch gegenüber einer Grossen Koalition: „Es gibt keine Garantien dafür, dass die neue Regierung die Massnahmen ergreift, die nötig sind. (…) es besteht die Gefahr, dass die politischen Gegensätzlichkeiten dringende Reformen verhindern“, befürchtet Sydsvenska Dagbladet.

Die ebenfalls liberale Dagens Nyheter sieht eine Chance darin, dass Angela Merkel schon so häufig zu Unrecht als Verliererin abgetan worden ist. „Ihr Mangel an Brillanz wird durch Ausdauer kompensiert, sie hält Niederlagen und Angriffe aus. Vielleicht wird in dieser Regierungsperiode die langsame Reformierung des deutschen Marktes fortgesetzt, so dass Investitionen und Arbeitsplätze in die grösste Wirtschaftsmacht Europas zurückkehren. Mit Angela Merkel muss man rechnen!“ – schreibt Dagens Nyheter.

Aftonbladet, sozialdemokratisch, spricht von einem „deutschen Drahtseilakt“ und fragt, „was geschieht, wenn die Unzufriedenheit bei den Wählern und in den Parteien wächst? Die Grosse Koalition kann sich für die erste deutsche Kanzlerin als sehr schwerfällig erweisen. Gewinner sind die Nicht-Regierungsparteien. Der Liberale Guido Westerwelle hat Merkel schon angegriffen, weil sie die Marktreformen aufgegeben habe. Die Grünen verlieren zwar Einfluss auf die Umweltpolitik, aber sie profilieren sich besser als selbständige Partei. Und am Ende könnten womöglich sogar die Neonazis die Kompromisse über Türkei und Arbeitsplätze ausnutzen“, schreibt abschliessend Aftonbladet, eine sozialdemokratische Zeitung.  

Sybille Neveling

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".