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Schwedens Neutralität - Doppelmoral?

Publicerat onsdag 12 oktober 2005 kl 15.16

Schweden war neutral geblieben im Zweiten Weltkrieg, schwedische Städte und Dörfer blieben nahezu unberührt vom Kriegsgeschehen, in Schweden gibt es keine Generation, die mit den Sirenen des Fliegeralarms und dem Heulen der Kampfbomber groβ geworden ist. Doch welche Rolle hat Schweden nun gespielt im Zweiten Weltkrieg?

Ein spezielles Forschungsteam an der Universität Stockholm befasst sich mit genau dieser Frage. Der Historiker Klas Åmark leitet das Projekt mit dem Namen ”Schwedens Verhältnis zu Nazi-Deutschland”. Zusammen mit Soziologen, Psychologen und Medienwissenschaftlern wertet Professor Klas Åmark seit Jahren historische Quellen aus. Dabei ergibt sich zwar ein recht differenziertes Bild von Schwedens Haltung im Zweiten Weltkrieg. Dennoch kann auch er den alten Vorwurf von der schwedischen Doppelmoral nicht ganz zurückweisen:

Schwedische Nazis - fast vergessen
Schweden blieb im zweiten Weltkrieg neutral und half zu Ende des Krieges vielen Flüchtlingen, ins sichere Schweden zu kommen. Doch Schweden ist nicht völlig nazifrei geblieben. „Schweden den Schweden”: Auch diese Losungen gab es, und es wurden auch blau-gelbe Hakenkreuze plakatiert. Mehrere nationalistische und faschistische Parteien warben um Wähler, konnten sich am Ende aber nicht durchsetzen. Das schwedische Bildungsfernsehen hat in seiner Sendung „Blickpunkt Geschichte” die schwedische Naziszene in den 30er Jahren beleuchtet. Auszüge daraus.

Nicht nur ein Segen - Bernadottes Weiβe Busse
Während und nach dem Krieg kamen viele Deutsche nach Schweden, in das vom Krieg verschonte Land. Eine groβe, organisierte Aktion war die vom Grafen Folke Bernadotte. Der Neffe des Königs und Chef des schwedischen Roten Kreuzes hatte mit der Aktion der „Weiβen Busse” annähernd 15.000 dänische und norwegische Kriegsgefangene, das waren Rechtsanwälte, Lehrer und Studenten, das waren Juden sowie deutsche Flüchtlinge kurz vor dem Ende des Krieges nach Schweden gerettet. Einer von diesen deutschen Flüchtlingen ist Peter Reichel, der seit sechzig Jahren in Stockholm lebt und vor dem Kriegsende mit den Weiβen Bussen nach Schweden kam.

Nach dem Krieg: Schweden - ein Land der Hoffnung
Aber auch nach dem Krieg machten sich viele Deutsche auf dem Weg nach Schweden, vor allem junge Frauen, die im zerstörten Deutschland keine Arbeit fanden und in Schweden als Haushaltshilfe anfingen. Olga Kopparberg aus Lidingö bei Stockholm ist eine von ihnen.

12.10.2005

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