Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/
Stefan Ingves

Vertrauen in den neuen Notenbankchef

Publicerat onsdag 12 oktober 2005 kl 16.55

Unerwartet schnell hat der Vorstand der schwedische Notenbank gestern einen neuen Präsidenten ernannt: Stefan Ingves. Als heißer Kandidat galt er zwar nicht, aber Fachleute wie Politiker geben sich nach seiner einstimmigen Wahl durchweg positiv überrascht. Die meisten hoffen darauf, dass die Notenbank ihre Geldpolitik auch unter Ingves Leitung weiterhin selbständig entscheiden wird.

Er gilt als kompetenter und integerer Beamter, der 52-jährige Ökonom Stefan Ingves. Das dürfte auch der Grund sein, warum die Notenbank den leeren Chefsessel schon so schnell wieder besetzen kann.

Schnelle Entscheidung
Eigentlich hätte es damit noch bis Ende des Monats Zeit gehabt. „Ich bin am Sonntag gefragt worden, und ich hab ‚ja’ gesagt”, erklärt Ingves den Hergang kurz. Über das politische Spiel hinter den Kulissen, das einer solchen Ernennung vorausgeht, äußerte er sich nicht.

Aber Stefan Ingves ist kein Unbekannter in der schwedischen Finanzwelt. Er war zwischen 1994 und 1998 einer der stellvertretenden Chefs der Schwedischen Notenbank. Die Bevölkerung sah mehr von ihm als er Direktor der staatlichen Behörde zur Stützung der Banken war und in den Wirtschaftsinformationen von Zeitungen, Radio und Fernsehen erläuterte, mit welchen Maßnahmen und Subventionen den krisengeschüttelten Kreditinstituten unter die Arme gegriffen wurde.

Beschlüsse erläutern
Seine kommende Aufgabe sieht er ähnlich: „Mein Auftrag ist, über die Geldpolitik der Notenbank zu sprechen und für Verständnis zu werben. Falls sie dann in Frage gestellt wird, muss man entsprechend damit umgehen”, meint Ingves diplomatisch. Auch im Finanzministerium ist er schon tätig gewesen. Seit 1999 ist Stefan Ingves Direktor der Abteilung für Finanz- und Wechselsysteme beim Internationalen Währungsfonds IWF.

Daher kenne er sich zurzeit auch gerade nicht so genau mit den Verhältnissen in Schweden aus, sagt er: „Die Entwicklung in Schweden habe ich in den letzten Jahren nur am Rande verfolgt. Deswegen muss ich in der nächsten Zeit erst mal meine Hausaufgaben ordentlich machen, bevor ich mich über sie äußere.”

Bis zum Jahreswechsel hat Stefan Ingves Zeit, dann wird er der Mann sein, der - gemeinsam mit dem Leitungsgremium von Riksbanken - über die schwedische Zinspolitik und damit über das Wohl und Weh der tief verschuldeten schwedischen Haushalte entscheidet.

Druck auf Riksbanken
Seinen Vorgänger, Lars Heikensten, haben Gewerkschaften, Arbeitsmarktbehörde und Politiker in diesem Frühling mehrmals von unter Druck setzen wollen, damit er den Leitzins senkte. Heikensten widerstand, und das wird allen Erwartungen nach auch Ingves tun.

Die Stockholmer Börse und der Rentenmarkt jedenfalls reagierten ausgesprochen ruhig auf Ingves Ernennung. Dort ist schon lange bekannt, dass der ursprüngliche Berufswunsch des neuen Notenbankchefs Langstreckenläufer war. Durchhaltevermögen dürfte er also mitbringen, Stefan Ingves, ab 1. Januar Präsident der Schwedischen Notenbank.

Sybille Neveling

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".