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Frauenpartei

Rosenberg verlässt Feministische Initiative

Publicerat torsdag 13 oktober 2005 kl 14.46

Der Medienrummel um die Feministische Initiative hält an. Nun erklärte auch Vorstands- und Gründungsmitglied Tiina Rosenberg ihren Rückzug aus der Politik. Einzelne Medien und Politiker hätte eine Hetzkampagne gegen sie geführt, klagte Rosenberg in einem Zeitungsartikel. Ob ihr Austritt der Frauenpartei letztlich schadet oder sogar nützt, kann bislang nicht eindeutig beantwortet werden.

Die Bezeichnung „Feminist“ sei in Schweden zu einem Schimpfwort verkommen, schreibt die feministische Wissenschaftlerin Tiina Rosenberg in der Tageszeitung „Dagens Nyheter“. Sowohl sie selbst als auch die Geschlechterforschung sähen sich einer beispiellosen Kampagne ausgesetzt. Die Spitzenkandidatin der Feministischen Initiative, Gudrun Schyman, kann Rosenbergs Argumente voll und ganz nachvollziehen:

„Da ist eindeutig eine politische Kampagne gegen sie betrieben worden, ich teile ihre Meinung. Und in diesem Fall kann man ganz genau sehen, wie unter der politisch korrekten Oberfläche in Schweden immer noch Frauenhass und Homophobie herrschen. Und beides hat Tiina Rosenberg in den vergangenen Monaten zu spüren bekommen.“

Feindbild rechter Medien 

Mit Äusserungen wie „Frauen, die mit Männern schlafen, sind Geschlechtsverräterinnen“ hatte Tiina Rosenberg für Schlagzeilen gesorgt. Die konservative Presse stilisierte die Feministin zum Feindbild. Aber auch intern hatte Rosenberg für Querelen gesorgt. Mehrere prominente Frauen waren nicht zuletzt wegen der streitbaren Wissenschaftlerin aus der Feministischen Initiative ausgetreten. Doch Parteichefin Schyman weist jeden parteiinternen Zusammenhang mit Rosenbergs Abgang zurück:

„Hier geht es nicht um unsere interne Arbeit, sondern um die Reaktionen, die unsere Arbeit in der Öffentlichkeit hervorruft. Tiina Rosenberg hat sich nicht im Streit aus der Feministischen Initiative zurückgezogen. Manche Teile der Gesellschaft reagieren eben sehr stark auf unsere Politik. Wir sind gegen die Unterdrückung der Frauen und das passt einigen nicht.“

Zwischen Politik und Person unterscheiden 

Doch linke Journalistinnen wie Jenny Wennberg vom „Norrländischen Sozialdemokraten“ befürchten, dass Rosenbergs Rückzug Wasser auf die Mühlen vieler Medienvertreter ist:

„Das passt ganz in das Medienbild von der zersplitterten Feministischen Initiative. Wenn sich Frauen zusammentun, hält das nicht lange.“

Unterstützung für ihren Schritt erhält Rosenberg ausgerechnet von weiblichen Politikern wie Birgitta Olsson, Reichstagsabgeordnete der Liberalen Volkspartei:

„Auf der einen Seite muss man den Feminismus kritisieren können. Das ist eine gesunde Debatte. Tiina Rosenberg steht als Feministin auf der anderen Seite der politischen Skala als ich. Sie ist Sozialistin, ich bin liberal. Ich meine, ist nicht Rosenbergs Politik, sondern ihre Person an sich kritisiert worden. Vieles hatte auch mit ihrer wissenschaftlichen Arbeit als Geschlechterforscherin zu tun.“

Nutzen für FI? 

Das schnelle Ende der politischen Karriere von Tiina Rosenberg könnte der Feministischen Initiative aber langfristig helfen. Denn es waren vor allem negative Nachrichten, die sie der Frauenpartei bescherte. Mit der Feministischen Initiative wird man künftig nur noch den Namen der mediengewandten Gudrun Schyman verbinden.

Alexander Schmidt-Hirschfelder

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