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Schweden: Keine Massnahmen gegen Vogelgrippe

Publicerat fredag 14 oktober 2005 kl 15.12

Die Gefahr kann offensichtlich nicht mehr klein geredet werden. Zwar ist noch längst nicht abzusehen, inwieweit die asiatische Vogelgrippe auch für Menschen in Europa ein Risiko darstellt. Doch Seuchenexperten mahnen dringend Schutzmassnahmen an. Kommende Woche beraten die EU-Aussenminister in Luxemburg über das drohende Ausmass der Vogelgrippe. In mehreren Staaten, darunter Deutschland, wurden bereits nationale Krisenstäbe eingerichtet. Schweden hingegen fühlt sich ausreichend gerüstet.

H5N1 – dieses Kürzel wird bald jeder kennen. Es ist die Bezeichnung für das gefährliche Vogelgrippevirus, an dem bereits mehrere Menschen in Asien gestorben sind. Ob sie sich bei Tieren oder gar bei anderen Menschen angesteckt haben, ist noch immer nicht zweifelsfrei geklärt. Klar ist nur, H5N1 kommt immer näher. In der Türkei sind erste Fälle bereits bestätigt. Auch in Rumänien deuten einzelne Erkrankungen bei Federvieh auf die Vogelgrippe hin. Anders Tegnell, Seuchenschutzexperte am Stockholmer Gesundheitsamt, mahnt die Schweden deshalb zur Wachsamkeit:

„Tierärzte, Landwirtschaftsministerium und alle anderen Menschen müssen besonders aufmerksam sein, falls das Virus hierher kommt. Wie gross das Risiko ist, vermag ich nicht einzuschätzen. Zumindest verfügen wir über Notfallpläne, denn irgendwann wird sicher eine Pandemie auftreten.“

Ansteckung von Mensch zu Mensch nicht erwiesen 

Nur, wie diese Notfallpläne aussehen, weiss derzeit keiner so recht. Während andere EU-Länder wie Deutschland und Frankreich das Importverbot für asiatisches Federvieh auf die Türkei ausgedehnt haben, bemühen sich die schwedischen Behörden, die mögliche Gefahr zu relativieren. Schliesslich habe die Weltgesundheitsorganisation wiederholt gesagt, dass eine Ansteckung von Mensch zu Mensch noch nicht bewiesen sei, heisst es von schwedischer Regierungsseite.

Allerdings war es ebendiese Weltgesundheitsorganisation, die erst kürzlich das Szenario von Millionen Toten weltweit infolge einer Pandemie nicht ausschloss. Björn Olsen, Professor für Infektionskrankheiten an der Universität Umeå, fürchtet sich in diesem Zusammenhang weniger vor dem Virus als vor den Überreaktionen der Menschen:

„Die Frage ist nicht, ob sondern wann eine weltweite Epidemie auftritt. Dies wird Auswirkungen auf unsere gesamte Gesellschaft haben. Schon jetzt ist die Situation sehr angespannt. Man spricht von einer regelrechten Bedrohung. Da braucht es nicht viel, bis eine Massenpanik ausbricht. Ein paar Krankheitsfälle würden schon ausreichen, um panische Reaktionen auszulösen.“

Mahnung zur Ruhe 

Ruhe ist also vorerst die oberste Bürgerpflicht. Welche weiteren Massnahmen es zu ergreifen gilt, entscheiden Schweden und die EU voraussichtlich in der kommenden Woche.

Alexander Schmidt-Hirschfelder

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