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Vogelgrippe: Schweden bleibt gelassen

Publicerat onsdag 19 oktober 2005 kl 16.11

In Europa wächst die Angst vor einer Vogelgrippe-Epidemie. Doch in Schweden sieht man die Situation gelassen. Die Gefahr, dass die Vogelgrippe derzeit über Zugvögel ins Land gelangen könnte, ist nach Meinung von Experten gering. Jedenfalls vorerst.

Nach den ersten alarmierenden Berichten hatte das Schwedische Landwirtschaftsamt rasch ein Team aus Experten zusammengestellt. Keine Panik, so nun deren Tenor nach dem ersten Treffen. Thomas Alerstam von der Universität Lund gehört zum Expertenteam:

„Jetzt im Herbst hat man die Krankheit ja in der südlichen Zugstrasse gefunden, also dort, wo es kaum Vögel gibt, die Anbindung an Skandinavien haben. So lange man keine kranken Vögel im Norden Europas findet, ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, dass der Virus nach Schweden kommt.“

Auf ihrem Treffen hatten die Experten bekannte Wege der Zugvögel verfolgt. Ihre Schlussfolgerung: die Vögel in den aktuell betroffenen Gebieten in Russland und Südosteuropa fliegen nicht über Skandinavien hinweg – jedenfalls nicht im Herbst. Im Frühling allerdings verändere sich die Lage drastisch, sagt Tomas Alerstam:

“Für diesen Zeitraum wissen wir, dass Vögel aus den betroffenen Gebieten und aus der Schwarzmeerregion hier herkommen. Das gilt für Möwen und für Kormorane, später zum Sommer hin dann auch für Gänse. Wenn es den Virus in den Heimatgebieten dieser Vögel gibt, dann können wir mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, dass sich angesteckte Tiere in Richtung Schweden bewegen.“

Keine Entwarnung also; gleichzeitig betonen die Experten, dass das Risiko gering sei, so lange von der Krankheit nur Vögel und eben keine Menschen betroffen sind. Zudem betrachtet man die schwedische Bereitschaft angesichts eines möglichen Krankheitsausbruchs als gut. Voraussichtlich schon in den kommenden Tagen werde man beschliessen, wie nun weiter in Sachen Vogelgrippe vorzugehen sei, sagt Jan Danielsson von der Seuchenschutz- Abteilung des Landwirtschaftsamtes. “Wir haben eine Reihe verschiedener Szenarien eingeplant und werden uns entsprechend vorbereiten“, so Danielsson.

Auch vom Europäischen Seuchenschutz-Institut ECDC  kamen unterdessen beruhigende Worte. Die Ansteckungsgefahr für EU-Bürger sei minimal, hiess es von Seiten des Instituts.

Vorläufige Entwarnung also zum Stichwort Vogelgrippe. Dennoch finden offenbar viele Schweden, dass Vorsicht besser als Nachsicht ist. Das Medikament Tamiflu, das Symptome der Grippe lindern kann, ist in den meisten Apotheken ausverkauft. Einen Impfstoff gibt es bisher noch nicht, aber wie zu Wochenbeginn gemeldet, erwägen die skandinavischen Länder, gemeinsam einen Impfstoff zu entwickeln – die Entscheidung darüber soll innerhalb des nächsten Monats fallen.

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