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Sozialdemokraten wollen Probejobs

Publicerat torsdag 20 oktober 2005 kl 15.49

Vor ihrem Parteitag in rund einer Woche warten Schwedens regierende Sozialdemokraten mit einem neuen arbeitnehmerfreundlichen Vorschlag auf. Danach soll es jedem Arbeitnehmer möglich sein, für einen begrenzten Zeitraum eine andere Arbeit auszuprobieren. Doch die Arbeitgeber stehen dem Vorschlag äusserst skeptisch gegenüber.

Nach Auffassung von Generalsekretärin Marita Ulvskog ist der Gesetzentwurf die passende Antwort auf die Bedingungen des modernen Arbeitsmarktes:

„Es ist doch gut, wenn der Arbeitsmarkt flexibler wird. Man kann von einem Arbeitgeber zum anderen gehen und trotzdem seiner Anstellung sicher sein.“

Seit Jahresbeginn können Schwedens Arbeitnehmer bereits ein so genanntes Sabbathjahr nehmen. In dieser Zeit, die sie ganz nach eigenem Gutdünken gestalten können, beziehen sie einen geringeren Lohn. Die Regierung hofft, dass dadurch Berufsmüdigkeit und Langzeitkrankschreibungen verringert werden. Im Gegenzug erhalten Arbeitslose die Chance auf eine befristete Anstellung.

Einwände von den Arbeitgebern 

Nach ähnlichem Prinzip sollen die nun vorgeschlagenen Schnupperjobs funktionieren. Einwände kommen jedoch von manchen Arbeitgebern. Sie fürchten, dass unvorhersehbare Engpässe bei der Personalplanung eintreten. Diese Sorge hegt zum Beispiel Karl-Olof Stenqvist, Personalleiter eines technischen Unternehmens:

„Es ist schon etwas merkwürdig, dass allein die Arbeitgeber die Kosten zu tragen haben. Zudem kann das problematisch werden, wenn ein Arbeitnehmer einfach seinen Job wechselt, wann er dazu Lust hat, unabhängig davon, wieviel er eigentlich gerade zu tun hätte.“

Einschränkungen möglich 

Diskutieren könnte der Parteitag der Sozialdemokraten denkbare Einschränkungen, dass ein Probejob praktischen Nutzen für die eigentliche Tätigkeit haben soll oder  dass ein Arbeitnehmer nicht beliebig oft neue Jobs ausprobieren darf. Doch Generalsekretärin Ulvskog das neue Gesetz ohne Abstriche umsetzen:

„Wir brauchen keine Einschränkungen. Nicht nur die Arbeitgeber sollen vom flexiblem Arbeitsmarkt profitieren, sondern auch die Arbeitnehmer.“

Jetzt müssen die sozialdemokratischen Parteimitglieder Vor- und Nachteile des Probejobbens abwägen. Im Hinterkopf sollten sie allerdings dabei behalten: Beim Sabbathjahr haben sich die gewünschten Erfolge bislang nicht eingestellt.

Alexander Schmidt-Hirschfelder

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