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Partydroge Amphetamin

Publicerat tisdag 25 oktober 2005 kl 16.19

Es wird deutlich mehr Amphetamin nach Schweden geschmuggelt. So viel wie in diesem Jahr hat der schwedische Zoll noch nie beschlagnahmt. Nicht nur traditionelle Drogenabhängige benutzen Amphetamin. Besonders junge Leute nehmen den Wachmacher gern als Partydroge, sagt der Drogenexperte der Zollbehörde, Lars Hansson.

”Die Jugendlichen wollen gern länger munter sein damit sie abends länger feiern können. Am liebsten gleich ein paar Tage am Stück.“

Ihre Kenntnisse über Wirkungsweise und Umgang mit dem Aufputschmittel holen sich die jungen Leute meist aus dem Internet, sagt Lars Hansson vom Zoll. Aber über die Schäden, die ”Speed” oder ”Pepp” – wie sie umgangssprachlich auch heissen - hervorrufen, stehe dort weniger. Zum Beispiel, dass Amphetamin erhöhten Blutdruck und Herzklopfen bewirkt- in grösseren Dosen sogar Herzstillstand. Auf der anderen Seite vertragen viele junge Leute einzelne Drogenexperimente auf Festen relativ gut.

Sie suchen das Stockholmer Suchtzentrum für Jugendliche, Maria Ungdom, natürlich nur selten auf. Aber fast alle Jugendliche, die andere Suchtprobleme haben und im Zentrum behandelt werden, geben in Gesprächen zu, dass sie auch schon mal Amphetamin ausprobiert haben. Es sei auch nicht schwer gewesen, an Amphetamin heranzukommen, erzählt weiss die Leiterin Paula Liljeberg: ”Durch Freunde kommt man auf Festen in Kontakt mit Drogen. Wer beim Herumexperimentieren ein ganz tolles Erlebnis gehabt hat, will das auch gern anderen vermitteln.“

In Schweden ist reichlich Amphetamin auf dem Markt, so die Ansicht des Zolls. Die Statistik zeigt eine deutliche Steigerung der Beschlagnahmen: 38 Kilogramm im Jahr 2000 und 270 Kilo schon in diesem Jahr. Allein am Wochenende beschlagnahmen die Beamten 50 Kilo in einem Pkw an der Öresundbrücke.

Das wachsende Angebot ist einer der Gründe dafür, dass viele junge Schweden Amphetamin testen, meint Paula Liljeberg vom Suchtzentrum. „Teilweise liegt das wohl am Angebot, aber auch am Preis. Besonders Mädchen benutzen Amphetamin zum Abnehmen. Das Hungergefühl verschwindet. Ausserdem sind zentralstimulierende Drogen wie Amphetamine und Kokain ‚in’.“

Es sei wichtig, dass die Eltern wissen, was ihre Kinder treiben, betont die Ärztin. Und dass sie sensibel auf jedes Anzeichen von Drogenmissbrauch reagieren. Als Anhaltspunkte nennt Liljeberg andere Gewohnheiten, neue Freunde, erweiterte Pupillen und angespannte Kiefermuskeln.

Lars Hansson vom Zoll plädiert für mehr und bessere Information in den Schulen. „Die Wirkung von Drogen kann man ja bis zu einem gewissen Grad als positiv erleben. Aber insgesamt überwiegen leider die negativen Effekte. Der Körper des Menschen verträgt ganz einfach keine Drogen.“

Sybille Neveling

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