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Vatergene entscheiden über Lebensdauer

Publicerat tisdag 25 oktober 2005 kl 16.17
Wessen Gene sind entscheidend?

Warum leben Menschen unterschiedlich lang? Schwedische Forscher scheinen das Geheimnis des Alterns gelüftet zu haben – zumindest in weiten Teilen. Es ist das Erbgut des Vaters, das im Wesentlichen darüber entscheidet, wie alt ein Mensch wird. Kurz gesprochen gilt: je länger die Chromosomen, desto höher die Lebenserwartung. Doch es gibt auch Ausnahmen.

Es ist eine nobelpreisverdächtige Entdeckung, die die Biologen an der nordschwedischen Universität Umeå gemacht haben. Anhand der Blutproben 132 zufällig ausgewählter Menschen wiesen sie nach, dass die Gene der Väter entscheidend dazu beitragen, wie alt Menschen werden. Der Schlüssel zu dieser Entdeckung sind so genannte Telomere, die einsträngigen Enden unserer Chromosomen.

Fangen wir also von vorne an: das Erbgut jedes Menschen besteht aus 46 Chromosomen. Jedes einzelne Chromosom wiederum bildet den DNA-Strang, also die individuelle Erbinformation. Wenn sich Zellen teilen - und das tun sie im Laufe eines Lebens unzählbar häufig - dann verkürzen sich jedes Mal die Enden der Chromosomen, die Telomere. Was das mit der Lebensdauer eines Menschen zu tun hat?

Zellteilung am Ende 

Einfach ausgedrückt verhält es sich so: wenn die Telomere, also die Enden der Chromosome, zu kurz werden, kann keine Zellteilung mehr stattfinden. Sprich: das Leben geht zu Ende. Wenn die Telomere lang sind, können sich die Zellen häufiger teilen als mit kurzen Telomeren. Je länger das Telomer, desto länger auch das Leben.

Und hier kommen die Wissenschaftler der Universität Umeå ins Spiel: sie wiesen nach, dass die Länge der Chromosomenenden massgeblich von den väterlichen Genen bestimmt werden. Das Erbgut der Mutter hingegen scheint dabei eine eher untergeordnete Rolle zu spielen. Ein kraftstrotzender, vitaler Vater ist demnach - rein biologisch gesehen - die Grundvoraussetzung für ein langes Leben der Kinder.

Vielversprechende Gene 

Doch die Forscher warnen vor allzu schnellen Rückschlüssen. Lange Telomere allein sind noch längst nicht der Garant für ein langes Leben. Vielmehr spielen erwiesenermassen auch äussere Umstände eine bedeutende Rolle bei der Lebenserwartung. Raucher und Alkoholiker etwa können sich also nicht sorglos zurücklehnen, nur weil sie viel versprechende Gene geerbt haben. Entscheidend ist vielmehr, sagen die Wissenschaftler, was man aus der Erbanlage - des Vaters - macht.

Soweit scheint also diese Frage beantwortet. Doch natürlich taucht nun ein anderes Problem auf. Warum sind es die Gene des Vaters, die über die Lebensdauer entscheiden? Dieses Problem gilt es nun für die Forscher in Umeå als nächstes zu klären. Wenn dann auch dieses Rätsel gelöst ist, rückt gewiss auch der Nobelpreis ein erhebliches Stück näher.

Alexander Schmidt-Hirschfelder

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