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Segnung homosexueller Partnerschaften

Publicerat torsdag 27 oktober 2005 kl 15.25

Homosexuelle Paare können ihre Partnerschaft im nächsten Jahr durch eine offizielle Zeremonie in der Kirche segnen lassen. Diese Entscheidung hat heute die  Synode der evangelischen Kirche in Uppsala getroffen.

Martin Lind, Bischof von Linköping, freut sich über die Neuerung. Sie sei für Schweden und international von grosser Bedeutung, sagt er: „Das ist eine grosse Entscheidung. Sehr, sehr wenige Kirchen haben bisher diesen Schritt getan. Nur ganz wenige Christen sind Mitglieder in Kirchen, die auch homosexuelle Beziehungen segnen.“

Die Verfügung kommt nicht unerwartet. Erzbischof KG Hammar hatte seit Längerem für eine offizielle Möglichkeit zur Segnung homosexueller Paare gearbeitet und sie als zentrale Frage für die Schwedische Kirche bezeichnet. Das höchste Entscheidungsgremium der protestantischen Kirche, die Synode, sprach sich mit Zweidrittelmehrheit für die offizielle Zeremonie aus.

Obgleich Trauungsakte für Homosexuelle seit Mitte der Siebzigerjahre in der schwedischen Kirche diskutiert und in ungeregelter Form auch praktiziert werden, gilt die Frage als äusserst kontrovers. Wenn die Kirche der Bibel folgen wolle, dürfe sie Homosexuelle nicht dazu ermuntern, entsprechend ihren Neigungen zu leben, so die Argumentation der konservativen Synodenmitglieder.  

Die Bischöfe in der Synode sind da wesentlich fortschrittlicher: sie stehen geschlossen hinter der Entscheidung. Der Bischof von Uppland, Ragnar Persenius, erläutert, wie sie die heilige Schrift interpretieren: „Diese Art von homosexueller Beziehung, die von Glauben, Treue und lebenslanger Gemeinschaft geprägt ist, war zu der Zeit, als die Bibel entstand, ganz einfach noch nicht aktuell.“ Folglich sei eine Neuerung möglich.

Nun erhält das 23. Kapitel der Kirchenordnung eine neue Unterabteilung und bekommt den Namen „Trauungen und Segnungsakte“.

Für den Vorsitzenden des Verbands für sexuelle Gleichberechtigung, Sören Andersson, ist das zwar nicht die beste Lösung, aber es ist ein grosser Fortschritt: „Wir sind nicht ganz zufrieden, wir fordern ein und dieselbe Zeremonie für alle Paare, homosexuelle wie heterosexuelle. Aber vor zehn Jahren hätte niemand geglaubt, dass die Kirche überhaupt eine so weit reichende Entscheidung wie die Segnung von homosexuellen Paaren treffen würde”, kommentiert Sören Andersson, vom Verband für sexuelle Gleichberechtigung.

Sybille Neveling

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