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Nationale Pflegegarantie soll Warteschlangen kürzen

Publicerat tisdag 1 november 2005 kl 15.55

Beim Stichwort „Schweden“ geistert bei den meisten Deutschen immer noch der Begriff „Wohlfahrtsstaat“ im Kopf herum. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus. Das zeigt jetzt unter anderem eine Direktive im Gesundheitswesen, die heute in Kraft tritt, die so genannte Pflegegarantie. Danach soll jeder Patient innerhalb gesetzlich festgelegter Fristen die medizinische Behandlung erhalten, die er benötigt.

Maria Svensson hat ein Augenleiden. Eine Operation ist notwendig und wenn es nach der neuen Pflegegarantie gehen soll, kann der alten Dame schon innerhalb eines halben Jahres geholfen werden. Denn vom 1. November an gilt die sogenannte Pflegegarantie. Für Maria Svensson bedeutet das konkret, dass sie innerhalb von einem Tag einen Arzt treffen soll. Spätestens nach drei Monaten an einen Spezialisten verwiesen und noch einmal drei Monate später operiert sein soll, wenn nötig. Damit das funktionieren kann, müssen die Krankenhäuser in verschiedenen Regionen zusammenarbeiten und die langen Wartezeiten im Gesundheitswesen reduzieren, erklärt Johan Calltorp, Leiter eines staatlich finanzierten Projektes zum Thema Pflegegarantie:

„Im Gesundheitswesen gibt es die Tradition, Menschen in die Warteschlange zu stellen. Das hängt damit zusammen, dass zuerst das Akute behandelt wird und alles andere warten muss. Aber das ist eine altmodische Verfahrensweise. Stattdessen sollte man dafür sorgen, dass die Mitarbeiter in den Krankenhäusern belohnt werden, wenn sie effektiver arbeiten.“

Wie das gehen kann, hat Stavros Constantakis vorgemacht. Dem Oberarzt aus Borås ist es gelungen, die Wartezeiten für die Operation eines grauen Stars an seinem Krankenhaus von 112 auf sechs Wochen zu verkürzen. Er hat die Wartelisten überprüft und nicht mehr aktuelle oder bereits verwiesene Patienten streichen können. Ausserdem hat er daran gearbeitet, seine Mitarbeiter stärker zu motivieren:

„Im Gesundheitswesen sind wir sehr schnell, wenn es darum geht, uns neue Forschungsergebnisse zu eigen zu machen. Aber wir sind sehr konservativ, wenn es darum geht, die Strukturen unserer Arbeit zu verändern. Da stosse ich auf grosse Widerstände in der Belegschaft. Aber wenn der Zenit einmal überschritten ist und die Mitarbeiter merken, dass die Methoden fruchten, ziehen sie mit. Sie merken selbst, dass sie zufriedener sind als früher, als die Patientenschlangen länger waren.“

Motivierte Mitarbeiter, aber auch die gesetzlich geradezu vorgeschriebene Zusammenarbeit in angrenzenden Regionen sind ein Weg, um das ehrgeizige Ziel der Pflegegarantie zu erfüllen. Die bürgerliche Opposition hält die Pflegegarantie hingegen für Blendwerk. Sie sei nichts weiter als Schadensbegrenzung in einem Gesundheitswesen, das nicht mehr tragfähig ist. Doch es gibt auch Anzeichen für ein Umdenken. So arbeiten bereits heute die Region Östergötland und das benachbarte Krankenhaus von Oskarshamn zusammen. Umgerechnet eine Million Euro hat das Krankenhaus erhalten, um 150 zusätzliche Knie- und Hüftoperationen im Auftrag Östergötlands durchzuführen. Für die augenkranke Maria Svensson hat das allerdings nur wenig  Bedeutung. Sie wohnt in Stockholm und da liegen die Wartezeiten bis zu 24 Wochen.

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