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Stopp für Geldtransporte

Publicerat fredag 4 november 2005 kl 15.24

In Stockholm, Göteborg und Malmö finden vorerst keinerlei Geldtransporte mehr statt. Dies die Konsequenz nach einem neuerlichen Aufsehen erregenden Überfall auf einen Geldtransport bei Göteborg am Donnerstag. Die Zahl solcher Überfälle hat in jüngster Zeit in Schweden markant zugenommen. Und eine Lösung des Problems ist bislang nicht in Sicht.

Schon hat es begonnen, das Hamstern von Barem. Denn ohne Geldtransporte sind bald auch die Geldautomaten leer, schon am Samstag dürfte es nach Informationen von Banken vielerorts soweit sein. Die Transportarbeiter-Gewerkschaft bleibt unterdessen beim gestern beschlossenen Time-Out. Sie hält fest an ihrer Forderung nach obligatorischem Polizeischutz für die Werttransporte – bisher sind allein die Transportfirmen für die Sicherheit verantwortlich. Doch eine generelle Zusage für Polizeischutz könne man nicht geben, sagt Ulf Göranzson, Polizei-Pressesprecher in Stockholm:

“Wir haben nicht die Ressourcen, um sämtliche Werttransporte zu begleiten. Die Firmen müssen sich zunächst an die Polizeistellen vor Ort wenden, dann können wir uns gemeinsam ein Bild von der Gefahr machen und individuell über unseren  Einsatz entscheiden“, meint Göranzson.

Doch das reicht der Transportarbeitergewerkschaft nicht mehr. Allzu dicht folgen Meldungen von Geldtransport-Überfällen inzwischen aufeinander. Nach Angaben der Sicherheitsfirma Securitas liegt Schweden bei solchen Überfällen an der europäischen Spitze. Meist kommen dabei Sprengsätze und Maschinengewehre zum Einsatz – wie erst im August dieses Jahres in Stockholm. Dass Schweden ein solch begehrter Markt für die einschlägigen Gangster ist, hat laut Åke Andersson, Informationschef von Securitas Schweden, nicht zuletzt mit der geringen Aufklärungsrate zu tun:

“Nur an die 20 Prozent aller Fälle werden gelöst“, meint er. „Das ermuntert jene, die schon einmal erfolgreich waren, zum Weitermachen“, meint Andersson. Securitas hat jetzt an den Justizminister und an die Polizeiführung einen Forderungskatalog gerichtet. Dazu gehören höhere Strafen für die Vorbereitung einer Straftat und erweiterte Möglichkeiten zur Kontrolle des eigenen Personals. Und vielleicht sollte man sich ja auch das Nachbarland Norwegen zum Vorbild nehmen, das mit einschlägigen Überfällen kaum Probleme hat. Wichtiger Grund: Dank avancierter Technik wird das Geld bei einem Überfall zerstört und somit wertlos. Diese Technik hat freilich ihren Preis. Und den will man in Schweden nicht bezahlen – jedenfalls bislang.

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