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Billig-Zahnärzte aus Osteuropa

Publicerat tisdag 8 november 2005 kl 14.48

Mit sensationellen Niedrigpreisen will das Unternehmen „City Dental“ den hiesigen Zahnarztmarkt aufmischen. Ob Brücke, Füllung oder Röntgen – schon von der kommenden Woche an sollen Schwedens Patienten für sämtliche Behandlungen nur noch die Hälfte des Durchschnittspreises bezahlen. Um die Kosten so niedrig zu halten, stellt „City Dental“ ausschliesslich osteuropäische Zahnärzte an. Schwedens Zahnärzte betrachten dies mit Argwohn.

Die erste von insgesamt sechs Praxen eröffnet „City Dental“ konsequenter Weise mitten in Stockholm. Geschäftsführer Mattias Santesson ist davon überzeugt, dass seine Zahnärzte bald ausgebucht sind: „Wir reagieren damit auf die hohen Zahnarztpreise. Es geht durchaus, die Kosten für eine Behandlung zu senken. Sicher, unsere Löhne sind etwas geringer als der schwedische Durchschnitt. Aber wir sind darüber niemandem Rechenschaft schuldig.“

Preise um 60 Prozent gestiegen 

Seit 1999 sind die Preise für Zahnbehandlungen in Schweden um 60 Prozent gestiegen, sowohl bei den privaten als auch bei den Kassenärzten. Das führt dazu, dass sich im einstigen Wohlfahrtsstaat Schweden immer weniger Menschen den Zahnarztbesuch überhaupt leisten können. Dass jetzt die Rettung ausgerechnet aus Osteuropa kommen soll, hält Privatzahnarzt Bengt Franzon allerdings für unwahrscheinlich: „Für uns in der Branche klingt es etwas merkwürdig, dass man mit so geringen Kosten einen Gewinn erzielen will. Das wollen wir doch erst einmal abwarten, welche Auswirkungen das auf die Preise haben wird. “

Angeblich kein Lohndumping 

Auch wenn „City Dental“ nicht mit Lohndumping in Verbindung gebracht werden will: Es sind die geringen Personalkosten, die das Konzept mit den osteuropäischen Ärzten so konkurrenzfähig machen. Erstens sind die Monatslöhne niedriger und zweitens arbeiten die Osteuropäer länger als ihre schwedischen Kollegen – im Schnitt zwölf Stunden am Tag. Die Gewerkschaften scheinen machtlos. Denn die Zahnärzte lassen sich nicht offiziell als Zahnärzte in Schweden nieder, sondern gelten als Angestellte der Zeitarbeitsfirma „City Dental“. Deswegen müssen die Zahnärzte nicht nach schwedischem Tarif bezahlt werden – zur Freude von künftigen Patienten wie Siv Palmér: „Für den halben Preis kann ich mir das schon vorstellen.“

Angst vor Fehlbehandlung 

Auch für Johanna Duhs Kvisle steht bald wieder ein Zahnarztbesuch an. Doch sie zieht weiterhin den teueren schwedischen Zahnarzt vor. Schliesslich spricht das Personal von „City Dental“ nicht Schwedisch, sondern Englisch, argumentiert sie: „Ich fürchte, dass es wegen der Sprachschwierigkeiten zu Fehlbehandlungen kommen könnte.“

Und auch der ohnehin gebeutelte Zahnärzteverband meldet Bedenken an. Wenn im Zuge der EU-Osterweiterung noch mehr Billigkräfte nach Schweden kommen, werde sich bald überhaupt kein Schwede mehr entschliessen, den Zahnarztberuf auszuüben, fürchtet der Verband.

Alexander Schmidt-Hirschfelder

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