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Keine schwedischen Opfer in Amman

Publicerat torsdag 10 november 2005 kl 14.49
Schaden im Hotel SAS-Radisson Amman

Politiker weltweit haben die Terroranschläge von Amman verurteilt. Gleichzeitig geht die Suche nach den Hintermännern weiter. Auch wenn Schweden keine Opfer zu beklagen hat, ist die Bestürzung im Land gross. Angesichts von mindestens 67 Toten und Hunderten von Verletzten in Jordanien hält auch in der schwedischen Öffentlichkeit die Sorge vor ähnlichen Attentaten an.

Der Schrecken ist jedes Mal aufs Neue gewaltig, die Strukturen bleiben jedes Mal dieselben. Nahezu zeitgleich waren die Bomben in drei Hotels von Amman detoniert. Offenbar waren sie gegen Geschäftsleute gerichtet. Die schwedische Journalistin Sophie Heine schildert die Situation vor Ort nach den Anschlägen: „Natürlich sind die Menschen erschüttert. Niemand hätte für möglich gehalten, dass so etwas in Amman passieren würde, in der ruhigsten Stadt des Nahen Ostens.“

”Keine schwedischen Opfer” 

Entsprechend sicher wähnten sich auch die Menschen in den Ammaner Hotels. Familienfeiern und Geschäftsessen fanden zum Zeitpunkt der Anschläge dort statt. Auch einige ausländische Gäste waren zugegen. Doch – dies ist zumindest ein kleiner Lichtblick - schwedische Opfer sind nicht zu beklagen, teilte der Botschafter in Jordanien, Tommy Arwitz, mit: „Einer unserer Mitarbeiter hat in den fünf grössten Krankenhäusern in der Umgebung nach Schweden gesucht und keine gefunden. Zudem haben wir andere Krankenhäusern angerufen und nach schwedischen Patienten gefragt. Es scheint also keine schwedischen Opfer zu geben.“

”Mehr Geld für Geheimdienste” 

London, Neu Delhi, Amman – die weltweite Anschlagsserie auf Ziele, die bislang als sicher galten, reisst nicht ab. Aus diesem Grund sind immer mehr Schweden besorgt, der Terror könne eines Tages auch auf ihr Land übergreifen. Schwedens Sicherheitspolizei stuft die Gefahr von Anschlägen im eigenen Land derzeit zwar als gering ein. Doch das könne sich schnell ändern, warnt der Terrorismusexperte Magnus Ranstorp. Vor allem die finanzielle und personelle Austattung der Geheimdienste sei ein Schlüsselfrage, wenn es darum gehe, Anschläge zu verhindern, meint Ranstorp: „Der jordanische Geheimdienst arbeitet sehr gut. Kein Zweifel. Die Jordanier haben es bereits in den 90er Jahren geschafft, ihre Agenten bei Al Qaida einzuschleusen. Doch in der jüngsten Zeit ist der Geheimdienst umstrukturiert worden, viele Experten haben ihren Job verloren. Das hat zu einer Lücke geführt, die den Terroristen genützt hat.“

Sicherheitslücken in Schweden? 

Vor ähnlichen Lücken warnte erst kürzlich der Chef der schwedischen Sicherheitspolizei, Klas Bergenstrand. Man könne nicht ausschliessen, dass ausländische Einrichtungen wie Botschaften, Unternehmen und Hotels auch hierzulande ins Visier von Terroristen genommen werden.

Alexander Schmidt-Hirschfelder

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