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Werben für Unternehmertum

Publicerat torsdag 10 november 2005 kl 17.28

Unternehmer ernten in Schweden oft schiefe Blicke – auch heute noch, da Menschen immer seltener ihr Leben lang als Angestellte in ein und demselben Betrieb arbeiten. Der Unternehmer steht Umfragen zufolge nach wie vor als gieriger Ausbeuter da und nicht als Arbeitgeber, dem viele Menschen ihr täglich Brot zu verdanken haben. Die ideelle Vereinigung „Transfer“ will hier Abhilfe schaffen und vermittelt Kontakte zwischen Unternehmen und Schulen. In einem Gymnasium des Stockholmer Vorortes Farsta fand nun so ein Kontakttag statt.  

Unternehmer zu sein bedeutet Risiko. Das ist nichts für jedermann. Auf die Frage des Unternehmerverbandes, wie viele Schüler sich im Abschlussjahrgang des Farsta Gymnasiums vorstellen können, selbst Unternehmer zu werden, antworteten die meisten zuerst zurückhaltend. Nach einer Stunde Vorlesung jedoch verkehrte sich die Zurückhaltung in begeisterte Zustimmung. Louise Dahlborn möchte später mit Pferden arbeiten – gern als Unternehmerin:

„Ich bin richtig auf den Geschmack gekommen. Das scheint gar nicht so schwierig zu sein. Man muss nur eine gute Idee haben. Ich möchte lieber Unternehmerin sein als Angestellte, denn dann kann man eher das machen, was einen interessiert.“

Louises Klassenkamerad Andreas Devenstam pflichtet ihr bei. Auf die Frage, ob er sich ein Arbeitsleben als Unternehmer vorstellen kann, antwortet er ohne Umschweife:

„Ja. Total gern. Wenn ich mir diejenigen ansehe, bei denen es geklappt hat, dann stachelt es mich doch mehr an, auch ein Unternehmen zu gründen.“

Jeder Unternehmer ein Gewinn

Salvatore Grimaldi hat sich mit dem Aufkauf etlicher Fahrradmarken in Schweden ein Imperium geschaffen. In seiner Funktion als Vorsitzender der Interessenvereinigung der Unternehmer ist er froh, wenn er Schüler so begeistern kann. Jeder Einzelne, der ein Unternehmerleben dem eines Angestellten vorzieht, ist für Grimaldi ein Gewinn:

„Ein Unternehmen zu gründen bereitet so viel Freude. Und ausserdem ist es absolut notwendig, dass wir mehr Unternehmen in Schweden haben. Denn Unternehmen sichern unseren Wohlstand.“

Lähmendes Sicherheitsdenken

Das schwedische Modell mit einem Betrieb, der mehreren Generationen ein Einkommen sichert, sei aber noch kein Auslaufmodell, bedauert Salvatore Grimaldi. Für die meisten sei es leider immer noch die erste Wahl, fest angestellt zu sein. Diese Form des Sicherheitsdenkens lähme allerdings jeglichen Unternehmergeist, betont Grimaldi. Gleichzeitig muss auch Grimaldi einräumen, dass Unternehmertum stets mit Risiken verbunden. Deswegen informiert er die erwartungsvollen Schüler auch über das Risiko des Konkurses.

„Auch als Unternehmer kann man nicht immer Erfolg haben. Aber durch unsere Fehler lernen wir. Aber ich hoffe natürlich, dass wir weniger Fehler machen und mehr Erfolg haben.“

Selbständige Jugend

Helena Palmheden ist Lehrerin am Gymnasium in Farsta und sie begrüsst, dass die Lobbyorganisation der Unternehmer in ihrer Schule für sich wirbt.

„Das ist ja keine Propaganda fürs Unternehmertum. Wir haben Personen aus der unternehmerischen Wirklichkeit eingeladen und die erklären und eben ihre Wirklichkeit. Ausserdem glaube ich, dass die Jugendlichen ganz abgebrüht sind, was Werbung angeht.“

Und ein klarer Blick ist sicherlich eine der Voraussetzungen für unternehmerischen Erfolg. 

Liv Heidbüchel

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