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Entschädigung für E.ON

Publicerat fredag 11 november 2005 kl 18.04

Die Schliessung eines Atomkraftwerkes ist nichts für klamme Geldbeutel. Umgerechnet 166 Millionen Euro Entschädigung zahlt die schwedische Regierung, um den Reaktor Barsebäck 2 bei Malmö vorzeitig vom Netz nehmen zu können. Kosten allein für das Schliessen und den Erhalt der Anlage. 30 Jahre lang hatte Barsebäck 2 dem staatlichen Energiekonzern Sydkraft Strom geliefert. Die Vattenfall-Tochter gehört seit Kurzem dem deutschen Unternehmen E.ON. Somit bleiben die Kosten für die Schliessung an E.ON hängen.

Nach zähen Verhandlungen steht nun die Rechnung: Insgesamt sogar 330 Millionen Euro muss der schwedische Staat für die Schliessung des Atomreaktors Barsebäck 2 zahlen. Auf E.ON entfallen fast 170 Millionen Euro für die kostenspielige Abwicklung des Meilers. Für den zukünftigen Produktionsausfall wird E.ON besänftigt mit einer Anteilssteigerung am Kernkraftwerk Ringhals. Dort hält E.ON nun 30 Prozent der Anteile.

Der zweite Teil der Kosten entfällt auf den anderen Eigner Barsebäcks: den staatlichen Energiekonzern Vattenfall. Er wird entschädigt für den Einkommenswegfall durch die Schliessung des zweiten Reaktors.

Gert Lyngsjö, Produktionsleiter für den Geschäftsbereich Strom bei E.ON zeigt sich einigermassen zufrieden mit dem Verhandlungsergebnis:

„Bei den Ersatzzahlungen handelt es sich um beträchtliche Summen. Aber die Kosten sind auch hoch. Zum einen müssen wir einen enormen Energiewegfall kompensieren. Zum anderen müssen wir erhebliche Mehrkosten für die Schliessung und den Erhalt der Anlage aufbringen. Da Barsebäck stillsteht, haben wir keinerlei Einnahmen aus dem Meiler, und da sind wir auf Ersatzzahlungen angewiesen.“

”Es gibt keine Gewinner”

Mit Blick auf den Nettogewinn des Unternehmens klingt dieses Klagelied vielleicht ein wenig zu laut. Der Energieerzeuger gab heute einen Gewinn von 360 Millionen Euro in den ersten neun Monaten dieses Jahres bekannt. So räumt Produktionschef Gert Lyngsjö von E.ON Schweden denn auch ein:

„Das Abkommen ist annehmbar, aber es gibt keine Gewinner. Weder den Staat, noch die Industrie und schon gar nicht die Umwelt. Wir werden stärker vom Energieimport abhängig sein und mit mehr Umweltverschmutzung durch Gas, Kohle und Erdöl leben müssen.“

Lars Fritjof, Konzernchef von E.ON Schweden, gab der Hoffnung Ausdruck, dass Barsebäck 2 das letzte Kernkraftwerk sei, das vor der Laufzeit vom Netz genommen werde. Doch der Plan der Regierung sieht anders aus.

Regierung bleibt bei Atomausstieg

Zurzeit hat Schweden noch zehn Atommeiler am Netz. Die regierenden Sozialdemokraten haben sich gemeinsam mit den Linken und der Zentrumspartei darauf verständigt, künftig verstärkt alternative Energien zu nutzen.

Vor 25 Jahren hatte sich die schwedische Bevölkerung in einer Volksabstimmung zwar für die Abwicklung der Atomkraft ausgesprochen. Heute jedoch sieht die Stimmung im Land anders aus. Meinungsumfragen belegen, dass Zweidrittel der Schweden mittlerweile gegen den Ausstieg aus der Kernkraft ist.

Liv Heidbüchel 

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