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Neuer Bonusskandal: Sommervillen für ABB-Chefs

Publicerat måndag 14 november 2005 kl 14.05

Die Chefs schwedischer Unternehmen haben in punkto Bescheidenheit enormen Nachholbedarf. Das zeigte sich in den vergangenen Jahren immer wieder. So genehmigte sich der damalige Vorstandsvorsitzende des schwedisch-schweizerischen Technologieunternehmens ABB, Percy Barnevik, ein millionenschweres, für schwedische Verhältnisse gigantisches, Bonusprogramm. Und auch die Kollegen beim Versicherer Skandia wurde bald Ziel der Staatsanwaltschaft. Weil sie nicht nur horrende Bonussummen einstrichen, sondern auf Firmenkosten luxuriöse Appartements in der Stockholmer Innenstadt renovieren  liessen. Jetzt lässt eine neue Enthüllung aufhorchen. Betroffen ist erneut ABB.

Das Bonusprogramm zu Beginn der 90er Jahre bei ABB war geheim und ganz besonders ausgeklügelt. Elf hohe Chefs  erhielten Aktien des Immobilienkonzerns Capio. ABB wiederum investierte damals rund 70 Millionen D-Mark in Capio. Dafür sollten Grundstücke und Häuser in Südeuropa erworben werden.

So wurden beispielsweise in Portugal für elf ABB-Chefs Sommervillen errichtet. Laut dem damaligen Konzernchef Bert-Olof Svanholm war die Idee dabei, dass die Chefs „etwas gemeinsam unternehmen“ sollten. Um dieses Bonusprogramm so weit wie möglich geheim zu halten, wurden die Käufe über einen Strohmann abgewickelt.

Drei Jahre wegen grober Wirtschaftskriminalität

Ans Licht gekommen war die Angelegenheit durch die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen den ehemaligen stellvertretenden Geschäftsführer Peter Fallenius. Fallenius wurde im April vom Amtsgericht Stockholm wegen grober Wirtschaftskriminalität zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt. Die Berufungsverhandlung vor dem Oberlandesgericht Stockholm wird jetzt eröffnet.

Bei ABB gibt man sich derweil wenig überrascht. Die Konzernleitung sei über das Bonusprogramm informiert gewesen, so Unternehmenssprecherin Ingalill Östman: „Es handelt sich um kein aussergewöhnliches Bonusprogramm. Es war zwar nicht weiten Kreisen bekannt, aber die Leitung hatte es ordnungsgemäss abgesegnet.“

Dennoch muss dem Unternehmen hoher Schaden entstanden sein, durch das Kapital, dass einfach abgeflossen ist. Doch diesen Schaden kann Ingalill Östman nicht beziffern. „Ich weiss nicht genau, was es gekostet hat, aber es war letztendlich kein gelungenes Programm. Das ganze Verfahren hat Verluste eingebracht. Wie hoch die genau sind, weiss ich nicht.“ 

Da die Vorkommnisse schon über zehn Jahre zurückliegen, wird die Staatsanwaltschaft im konkreten Fall jedoch aller Voraussicht nach keine Voruntersuchung einleiten.
Dieter Weiand

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