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Greta Garbo 100 Jahre

Publicerat onsdag 16 november 2005 kl 13.54
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Kinoplakat für die Kameliendame
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* 18. September 1905 (Stockholm), † 15. April 1990 (New York/USA)

Sie ist nicht nur die größte schwedische Schauspielerin, sondern eine der größten der Filmgeschichte überhaupt. Sie ist eine Ikone der Leinwand - Greta Garbo. Sie verkörperte Mata Hari, sie gab die Anna Karenina und sie war die Kameliendame. Porträts starker Frauen, die für immer mit dem klassisch ebenmäßigen Gesicht der Garbo und ihrer melancholischen Stimme mit dem leichten Akzent verbunden sein werden. In diesem Jahr (2005) wäre Greta Garbo 100 Jahre alt geworden.

Greta Garbo als Kurtisane Marguerite Gautier in ihrem berühmtesten Film „Die Kameliendame”. Mit dieser Literaturverfilmung feierte Garbo 1937 ihren größten Triumph. Ihr Schauspielerkollege beim Filmstudio Goldwyn Meyer sagte in den 60er Jahren: „In jeder Kunstrichtung hat jede Generation einen Mann oder eine Frau, die sich so weit aus der Masse erheben, dass sie für andere unerreichbar sind. Im Film hat diese Berühmtheit in unserer Generation, genau genommen: in allen Generationen seit es das Medium gibt, nur eine Frau erreicht. Und diese Frau ist Garbo.”

„Die Göttliche” wurde Greta Garbo schon zu Lebzeiten genannt. Den Weg dorthin ebnete längst nicht Garbos sensationelle Schönheit allein. Aufgewachsen in Stockholms Arbeiterviertel Södermalm, träumte die Jugendliche Greta Lovisa Gustafson wie viele Mädchen ihres Alters von einer Schauspielkarriere. Entdeckt wurde sie mit 17. Damals, 1922, arbeitete die Teenagerin als Kaufhausangestellte und spielte in einigen Werbefilmen mit. Und sie schaffte die Aufnahmeprüfung an die Schauspielschule des Stockholmer Dramatischen Theaters, noch heute Schwedens angesehenste Bühne.

Durchbruch 1924

Doch am Theater blieb die junge Greta nur kurz. 1924 gelang ihr unter der Regie von Mauritz Stiller der Durchbruch - in der Literaturverfilmung von Selma Lagerlöfs nobelpreisgekrönter „Gösta Berlings Saga”. Mit diesem Film nahm Greta Abschied vom Namen Gustafson. Greta Garbo war geboren. Es folgten der Erfolgsfilm „Die freudlose Gasse” und kurz darauf der Sprung nach Hollywood. Die Verkörperung der Spionin „Mata Hari” war nur eine von Garbos Glanzrollen.

Ich bin meine eigene Herrin, sagt Mata Hari stolz. Das hätte Greta Garbo auch von sich selbst behauptet. Kritiker sagten ihr immer wieder nach, sie würde sich in allen Rollen, so verschieden die Persönlichkeiten auch seien, doch immer selbst spielen. Garbos legere Herrenmode, Hosen und Jacketts, wurden stilbildend genauso wie ihre Pagenfrisur.

Einfluss auf die Frauenwelt

Greta Garbos Großneffe Scott Reisfield bringt nun, passend zum 100. Geburtstag der Legende, einen Bildband mit Porträts aus Garbos Privatsammlung heraus. Über Garbos Einfluss auf die Frauenwelt sagt Reisfield: „Sie hatte eine klare Meinung zu den Machtverhältnissen. Die Frauen waren aber sowieso dabei, ihre Rolle in der Gesellschaft zu verändern. Das war nicht Garbos Verdienst. Aber ich glaube, dass sie vielen Frauen in den 20ern und 30ern gezeigt hat, wie das funktioniert und wie man sich damit wohl fühlt. Und das ist sicher ihr größtes Erbe.”

Am Set war Greta Garbo stets pünktlich, sie konnte ihre Repliken, Starallüren lagen ihr fern. Der Ruhm machte die begehrte Schauspielerin scheu. Nie ging sie zu Premieren ihrer Filme, sie gab fast nie Interviews. Über ihr Privatleben schwieg sie sich aus. So feilte Garbo an ihrem eigenen Mythos. Sie wurde unnahbar und dabei anbetungswürdig wie eine Gottheit. Dabei hatte Garbo Humor, auch schauspielerisch. Richtig zur Geltung kam der erst in „Ninotschka” in der Regie von Ernst Lubitsch.

Geplaner Ausstieg?

Greta Garbos Karriere endete 1941 abrupt mit einem Flop. „Die Frau mit den zwei Gesichtern” kam beim Publikum nicht an. Ihr Rückzug aus dem Filmgeschäft mit nur 36 Jahren wurde immer wieder als geplant beschrieben. Doch Greta Garbo wollte spielen. Das weiß auch ihre Nichte Gray Reisfield. Weil Garbo keine eigenen Kinder hatte, war Gray wie eine Tochter für sie: „Ich kann mich erinnern sie gefragt zu haben, ob sie sich vorstellen könne, noch mal einen Film zu machen. Und sie antwortete: Ja, wenn die richtige Rolle kommt und alles passt, würde ich es tun. Es ist eine Schande, dass sie es nie tat.”

Die richtigen Rollen kamen nicht mehr, aussichtsreiche Filmprojekte verliefen im Sand, es war wie ein Fluch. 1990 starb die Ikone des Films 85jährig. Heute, hundert Jahre nach der Geburt des Stockholmer Mädchens Greta Lovisa Gustafson, scheint der Mythos Garbo ungebrochen.

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