Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/

Aufbereiteter Kernbrennstoff entzündet Gemüter

Publicerat torsdag 17 november 2005 kl 15.04
Anlage in Sellafield

Die Halbwertzeiten von radioaktiven Abfällen sind enorm. Deshalb haben alte Entscheidungen auch heute noch direkten Einfluss auf die schwedische Politik. So wurde eine Weichenstellung in Sachen Atompolitik schon vor über 25 Jahren getroffen. Damals hatte eine Volksabstimmung den schrittweisen Ausstieg aus der Kernkraft beschlossen. Doch der Ausstieg geriet sehr zögerlich. Erst Ende der neunziger Jahre ging mit Barsebäck I der erste Reaktor tatsächlich vom Netz. Vor gut einem Jahr folgte der zweite. Jetzt erhitzt sich die Debatte erneut, nachdem bekannt wurde, dass aufbereiteter Strahlenabfall wieder nach Schweden zurückkommt.

Vier Transporte mit wieder aufbereitetem Kernbrennstoff sind für das kommende Jahr geplant. Es handelt sich um Plutonium aus der umstrittenen Wiederaufbereitungsanlage im britischen Sellafield. Der Brennstoff soll per Schiff zum Reaktor in Oskarshamn gebracht werden. Bei der Abgeordneten Åsa Domej von der Umweltpartei läuten alle Alarmglocken: „Die Transporte sehe ich als das eigentliche Problem. Es handelt sich um sehr gefährliches Material.“

Die Umweltpartei ist stiller Partner der in der Minderheit regierenden Sozialdemokraten und sieht die neuen Transporte mit Unbehagen. Zwar hat das Parlament in den frühen achtziger Jahren bereits beschlossen, dass schwedische Kernkraftwerke kein wieder aufbereitetes Material verwenden dürfen. Doch im konkreten Fall handelt es sich um spaltbares Material, das vor Erlassen des Gesetzes von Oskarshamn nach Sellafield geschickt wurde und jetzt eben die Rückreise antritt.

”Waffenfähiges Plutonium”

Doch John Svahn, der Kernabfallfragen für die schwedischen Umweltorganisationen bewacht, findet, dass die Abfälle am besten in Grossbritannien bleiben sollten. Ein Transport berge grosse Risiken, so Svahn: „Das Problem ist das Plutonium, das hier in relativ reiner Form vorliegt. Es handelt sich dabei um waffenfähiges Plutonium. Damit können also Atomwaffen gebaut werden.“

Die Planungen für die Sicherheit der Transporte haben bereits begonnen. Die zuständige Abteilung der Reichskriminalpolizei hat mittlerweile signalisiert, dass es sehr kompliziert sei, einen Plutoniumtransport über See zu sichern.

”Alles Routine”

Die Betreiber des Kernkraftwerkes in Oskarshamn beteuern unterdessen, dass der Transport des Plutoniums ungefährlich sei. Patric Ramberg ist Geschäfstführer in Oskarshamn: „Ich bin schon etwas erstaunt, dass man so pauschal sagt dass der Transport von Plutonium gefährlich sei. Jeglicher Kernabfall, der auf dem Seeweg um Schweden transportiert wird, enthält Plutonium. Wir haben dabei eine grosse Sicherheit und Routine.

Gleichzeitig räumt Ramberg jedoch ein, dass es theoretisch auch möglich wäre den umstrittenen Brennstoff in England zu lassen. Es gebe genügend andere Interessenten so Ramberg.
Dieter Weiand

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".