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EU-Zuckersubventionen auf der Kippe

Publicerat onsdag 23 november 2005 kl 16.30

Konkurrenz belebt das Geschäft. Unter diesem Leitspruch steht das derzeitige Treffen der EU-Agrarminister in Brüssel. Die 25 Regierungsvertreter haben sich die Abschaffung von Subventionen und Schutzzöllen auf europäischen Zucker auf die Fahne geschrieben. Auf diese Weise will die EU Milliarden sparen und Entwicklungsländern den Zugang zum europäischen Markt erleichtern. Doch Europas Landwirte laufen Sturm - auch in Schweden. Einer von ihnen ist der Zuckerbauer Roland Rodebjär von der Insel Gotland.

„Wir haben immer gesagt, dass wir einer Reform nicht im Wege stehen. Diese ist überfällig. Aber es kann nicht sein, dass diese Reform so drastisch ausfällt und in so kurzer Zeit durchgeführt werden soll. Wir haben schliesslich in den Zuckeranbau investiert. Und bald bekommen wir kein Geld mehr für unsere Waren.“

Roland Rodebjärs Sorge ist berechtigt. 40 Jahre lang lebten Europas Zuckerbauern von Subventionen. Damit soll nun Schluss sein. Um 39 Prozent soll der garantierte Preis auf Zucker schrittweise sinken. Auf diese Eckpunkte hat sich Schwedens Landwirtschaftsministerin Ann-Christin Nykvist mit ihren Amtskollegen in Brüssel bereits verständigt. Schwedens Regierung hatte schon lange eine Reform des europäischen Zuckermarktes gefordert – sogar gegen den Widerstand der eigenen Landwirte.

Gerechter Handel mit der Dritten Welt? 

Aufgrund der jährlichen Subventionen von 1,7 Milliarden Euro haben sich in ganz Europa Tausende von Landwirte auf die Zuckerproduktion spezialisiert. Geschützt wurden sie zudem durch spezielle Zölle auf Zuckerprodukte aus Nicht-EU-Ländern. Diesen Ländern versauten die europäischen Sonderregelungen buchstäblich die Preise. Gunnel Axelsson-Nykander von der Schwedischen Kirche in Uppsala engagiert sich für gerechten Handel mit der Dritten Welt. In der sich abzeichnenden Zuckerreform der EU sieht die Kirchenvertreterin allerdings nur einen Teilerfolg:

„Die Gewinner dieser Reform sind eindeutig Exportnationen wie Brasilien, Thailand und Kuba. Doch sehr arme Staaten wie Mosambik, Kenia, Äthiopien oder Sambia verlieren dabei. Ihnen hatte man den freien Zugang zum europäischen Markt bis 2009 versprochen. Aber daraus wird wohl nichts.“

Know-How für die Massenproduktion 

Denn zahlreiche Entwicklungsländer, darunter hauptsächlich ehemalige europäische Kolonien, kamen bisher in den Genuss von Sonderabkommen mit der EU. Im freien Wettbewerb mit Grossexporteuren wie Brasilien werden sie vermutlich das Nachsehen haben. Schlieslich fehlt ihnen das technische Know-How für die Massenproduktion.

Doch auch wenn die EU-Minister die Details der Reform noch aushandeln müssen –eine gute Nachricht gibt es zumindest für Europas Verbraucher: Die Zuckerpreise werden bald spürbar sinken.

Alexander Schmidt-Hirschfelder

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