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Ostseekonferenz ohne Ergebnisse

Publicerat torsdag 24 november 2005 kl 16.21

Um das Ökosystem Ostsee ist es schlecht bestellt. Spätestens seit der Algenpest im vergangenen Sommer ist das auch den meisten Menschen klar. In Solna bei Stockholm berieten die neun Ostseeanrainerstaaten über Massnahmen, wie das Binnenmeer künftig besser geschützt werden kann. Doch Kritiker sagten der Konferenz schon vor ihrem Beginn ein Scheitern voraus – leider mit Recht.

Für Schwedens Umweltministerin Lena Sommestad dürfte es eine regelrechte Ohrfeige gewesen sein: Kein anderes Land schickte einen Vertreter von Ministerrang zur Ostseekonferenz. Polen entsandte immerhin einen Staatssekretär, Russland und andere Teilnehmer aber begnügten sich mit Diplomaten. Selbst der EU-Umweltkommissar verzichtete auf eine Teilnahme. Dabei sollten doch von der Konferenz wichtige Signale an die Europäische Union ausgehen. Zum Umwelt-Pilotprojekt hatte Ministerin Sommestad die Ostsee ausgerufen. Am Ende blieb es jedoch nur bei Absichtserklärungen:

„Wir haben schon lange entsprechende Empfehlungen ausgegeben. Es ist aber auch wichtig, dass diese Empfehlungen befolgt werden. Auch die EU will eine entsprechende Direktive erarbeiten, was wir von schwedischer Seite natürlich begrüssen. Denn wir brauchen bindende Regeln. Aber wir werden erst noch sehen, welche Regeln das sein werden.“

Optimismus verflogen 

Sommestads ursprünglicher Optimismus ist verflogen, dabei hatte das Ostsee-Projekt der schwedischen Regierung hoffnungsvoll begonnen. Seit der Osterweiterung gehören acht der neun Ostseeanrainer der EU an. Auf dieser Basis wollte Schweden die Zusammenarbeit in Umweltfragen vorantreiben. Tankerunfälle, Fischsterben und Algenpest in der Ostsee sollten spürbar verringert werden. Dazu setzte die Regierung in Stockholm einen speziellen Ostseebeauftragten ein, der die gemeinsamen Anstrengungen koordinieren soll. Doch greifbare Ergebnisse blieben bisher aus. Die industrielle Verschmutzung der Ostsee bleibt damit ein zu wenig beachtetes Dauerthema. Jetzt ist Brüssel am Zug, länderübergreifende Massnahmen zur Rettung des Ökosystems Ostsee in die Wege zu leiten.

Was denkt die Jugend? 

Und während sich die Konferenz dem Ende neigte, debattierte die junge Generation wenige Kilometer vom Tagungsort entfernt über ebensolche Umweltfragen. Im Stockholmer Naturhistorischen Museum waren 160 Schüler zusammen gekommen. Thema: Wie soll die Natur in und um Stockholm in 50 Jahren aussehen? Ganz selbstverständlich setzten sich die Jugendlichen dabei auch mit dem bedrohlichen Zustand der Ostsee auseinander, obwohl sie von der offiziellen Konferenz nicht viel wussten:

„Ja, also die sprechen da, glaube ich, über die Umweltprobleme und so. Dass die Fische sterben.“

„Bevor ich zu unserem Treffen hierher kam, wusste ich gar nicht so viel darüber. Aber jetzt sind Umweltverschmutzung und Fischsterben wichtige Fragen für mich.“

„Wir müssen weniger auf der Ostsee transportieren. Das mit der Verschmutzung ist ganz und gar inakzeptabel.“

„Die auf der Konferenz sollten mehr über den Schadstoffausstoss reden. Wir brauchen wieder mehr Fische in der Ostsee.“

Einfache Worte, klare Ansagen. Mag die Ostsee-Konferenz auch gescheitert sein – zumindest die kommende Generation scheint sich darüber im Klaren zu sein, wie kostbar das Meer ist. Wie man die Ostsee aber rettet, weiss derzeit wohl niemand.

Alexander Schmidt-Hirschfelder

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