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WHO-Kampagne gegen häusliche Gewalt

Publicerat torsdag 24 november 2005 kl 17.12

Häusliche Gewalt ist ein hoher Krankheitsfaktor bei Frauen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die grösste Befragung durchgeführt, die je über Gewalt an Frauen gemacht wurde. Die Schwedin Eva Wallenstam arbeitet bei der WHO in Genf, sie ist entsetzt über das Ergebnis.

„Häusliche Gewalt ist auf der ganzen Welt verbreitet. Das Schlimmste sind die ernsten Konsequenzen solcher Übergriffe“, sagt Eva Wallenstam.

Der WHO-Bericht stellt Frauenschicksale aus zehn Ländern zusammen. Er zeugt von „weit verbreiteter, tief verwurzelter” und oft verborgener häuslicher Gewalt. Rund 24.000 Frauen in zehn Ländern sind befragt worden. Vor allem in Asien, Südamerika und Afrika, wo bisher keine Statistik über Gewalt an Frauen geführt worden ist. Frauen in der Dritten Welt sind häufiger Misshandlungen ausgesetzt als in Industriestaaten. Die Art wie Gewalt ausgeübt wird, ist von Land zu Land unterschiedlich. In einigen äthiopischen Landstrichen waren mehr als 70 Prozent der Frauen Opfer häuslicher oder sexueller Gewalt in einer Beziehung.

Die schwedische Wissenschaftlerin Maria Emmelin hat Teile der Feldstudie dort durchgeführt. „Das Ergebnis ist natürlich erschreckend und bedauerlich. Die Normenstrukturen vieler Länder erlauben Gewalt an Frauen. Deswegen ist das Problem sehr ernst.“ Manchen Frauen sei erst bei den Gesprächen klar geworden, dass ihre Männer sie einem Unrecht ausgesetzt hatten und dass solche Gewalt nicht ”normal” sei, berichtet Maria Emmelin weiter.

Opfer häuslicher Gewalt laufen ein doppelt so hohes Risiko krank und schwach zu werden wie Frauen, die nicht misshandelt werden, sagt WHO-Mitarbeiterin Eva Wallstam: „Einerseits ist es die psychische Belastung, Angst, Sorge, Selbstmordversuche. Aber auch physische Schäden und Schwangerschaftsabbrüche und Fehlgeburten kommen nicht selten vor.“

Frauen, die von ihren Partnern misshandelt werden, leiden etwa doppelt so häufig an chronischen Krankheiten wie andere Frauen, stellt die Studie fest.  Die hohe Zahl von Opfern sexueller Gewalt in einer Beziehung sei vor allem auch wegen der Aids-Gefahr bedenklich. Die WHO fordert daher nachdrücklich Maßnahmen gegen die häusliche Gewalt an Frauen. Dazu gehören Engagement für Gleichberechtigung und sicherere Schulen für Mädchen.

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