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Schweden mit Teilerfolg beim Klimaschutz

Publicerat fredag 25 november 2005 kl 15.41

In Sachen Klimaschutz gehört Schweden weltweit zu den Vorreitern. Mühelos erfüllt das Land die Kriterien des Kyoto-Protokolls bis 2010. Gleichzeitig haben sich die Schweden jedoch selbst ein Klimaschutzziel gesetzt, das über Kyoto hinausgeht. Und da werden die Schweden ihren eigenen Ansprüchen nicht gerecht. Die deutliche Verminderung der Treibhausgase wird wohl ein Vision bleiben – wenn die Politik nichts unternimmt.

Es ist vor allem der Gütertransport auf der Strasse, der den hehren schwedischen Umweltzielen einen Strich durch die Rechnung macht. Während das Land einerseits den Schadstoffausstoss zum Beispiel durch Kohle spürbar verringern konnte, steigt die Umweltbelastung durch Lkw-Abgase. Denn immer weniger Güter werden auf der Schiene oder per Schiff transportiert. Die Folge: Schweden wird bis 2010 seinen Schadstoffausstoss um mindestens 2,3 Prozent erhöhen – was allerdings noch im Kyoto-Rahmen von maximal vier Prozent liegt. Gleichzeitig wird Schweden das eigene Ziel, die Verminderung des Ausstosses um vier Prozent, so gut wie sicher verfehlen.

Auswirkungen auf die Landwirtschaft 

Derweil bahnen sich bereits die ersten Auswirkungen eines Klimawandels im Land an. Landwirt Mats Svensson aus Småland etwa kann mittlerweile Produkte anbauen, die es in der hiesigen Klimazone früher kaum gab:

„Das hier ist Herbstraps, den ich im August gesät habe. Ich habe entdeckt, dass man Raps selbst in diesen Breiten gut züchten kann. Mit gutem Ertrag.“

Laut Untersuchungen erhöht sich die Durchschnittstemperatur in Schweden seit Jahren kontinuierlich. Das hat zur Folge, dass Landwirte auch in Schwedens hohem Norden mehr Pflanzen züchten können, erklärt Lars-Göran Svensson, Berater des Bauernverbands:

„Die Vegetationszeiten zwischen Frühling und Herbst werden immer länger. Wir werden sehen, was das am Ende für Auswirkungen hat. Natürlich darf das Klima nicht völlig aus den Fugen geraten. Aber bis jetzt sehen wir nur Vorteile.“

Grund zur Beunruhigung oder zur Freude? 

Während Klimaforscher weltweit vor den verheerenden Folgen einer möglichen Erderwärmung warnen, scheinen zumindest Schwedens Landwirte einstweilen guter Dinge zu sein. Makaber oder zulässig? Henrik Eckersten, Wissenschaftler an der Landwirtschaftsuniversität, mahnt jedenfalls zu mehr Nüchternheit in der Debatte. Eine Klimaverschiebung könne auch Chancen beinhalten, wenn man sie zu nutzen wisse, meint Eckersten:

„Es ist wichtig, zwischen tatsächlichen Klimaveränderungen und normalen Schwankungen zu unterscheiden. Dann müssen wir sehen, wie sich die Landwirtschaft darauf einstellt. Aber ein Grossteil der Verantwortung liegt bei der Politik. Wird sie die neuen Möglichkeiten der Landwirtschaft nutzen oder nicht?“

Die Politik ist also am Zug. Um eine mögliche Klimakatastrophe zu verhindern, bedarf aber es internationaler Anstrengungen. Und da gibt es auch für Schweden in Sachen Umweltschutz noch einiges zu tun.

Alexander Schmidt-Hirschfelder

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