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Schwedischer Soldat in Afghanistan getötet

Publicerat måndag 28 november 2005 kl 15.42

Wie steht es um die Sicherheit schwedischer Soldaten in Afghanistan, und sollen die Friedenseinsätze überhaupt fortgeführt werden? Ein tragisches Ereignis hat diese Fragen zugespitzt: Bei einem Attentat in der Stadt Mazar-i-Sharif kam am vergangenen Freitag ein schwedischer Angehöriger der NATO-Friedenstruppe ISAF ums Leben, drei weitere schwedische Soldaten wurden zum Teil schwer verletzt. Ist der Preis für den Friedenseinsatz zu hoch?

Das Attentat ereignete sich im Norden Afghanistans, dem Landesteil, der als vergleichsweise ruhig galt. Bislang. In jüngster Vergangenheit wurde aber auch aus dem Norden ein Anwachsen der Gewalt gemeldet. Von einer „Irakifizierung“ ist dabei oft die Rede – militante religiöse Fundamentalisten in Afghanistan lernen von den Methoden gleich gesinnter Rebellen im Irak. Ist die Situation für die rund 100 stationierten schwedischen Soldaten zu gefährlich? Verteidigungsministerin Leni Björklund weist Gedanken an einen Truppenabzug zurück:

”Wir verfolgen sehr genau die Entwicklung in Afghanistan und an anderen Standorten, wo Schweden stationiert sind. Und trotz der Geschehnisse in Mazar-i-Sharif denke ich, wir sollten unsere Friedensmission in Afghanistan fortsetzen. Falls sich die Situation drastisch verändert, hat die Regierung jederzeit die Möglichkeit, auch die Form der Einsätze dort zu überdenken. Aber im Moment sehe ich dazu keinen Anlass“, stellt die Verteidigungsministerin klar.

Schweden wird also seine Verpflichtungen in der internationalen militärischen Zusammenarbeit weiterhin wahrnehmen - und somit letztlich auch den Tod von Soldaten riskieren. Das mag nicht sonderlich bemerkenswert erscheinen, ist für Schweden aber nicht selbstverständlich. Immerhin war es jahrzehntelang gerade die viel gerühmte Neutralität, hinter der sich das Land in Konflikten verschanzen und mit deren Hilfe man Kriegen ausweichen konnte. Doch mit dem Beitritt zur Nato-Partnerschaft für den Frieden im Jahre 1994 hat Schweden Stellung bezogen – nicht zuletzt für Einsätze wie eben den in Afghanistan. An die 10.000 Soldaten aus 40 Ländern sind im Rahmen von ISAF vor Ort, Schweden ist von Anfang an, seit 2002, mit dabei. Gegenwärtig diskutiert das Militär Möglichkeiten zur Erhöhung der Sicherheit– doch der Gefahr völlig entgehen könne man in einem Krisengebiet eben nie, sagt Oberbefehlshaber Håkan Syren.

„Hinterher ist man immer klüger. In dem jüngsten Fall handelte es sich um eine Mine, und um da ganz sicher zu gehen, müsste man mit schweren Panzerwagen operieren. Ob man solche Panzer einsetzen soll, ist eine schwierige Frage. Wir sind in Afghanistan gemeinsam mit Truppen aus anderen Ländern und mit zivilen Organisationen, um die Gesellschaft dort wieder aufzubauen. Ich weiss nicht, ob schwere Panzer für diese Aufgabe das richtige Klima schaffen“, gibt Håkan Syrén zu bedenken. Unterdessen geht die Diskussion um das Für und Wider schwedischer Friedenseinsätze weiter. Die Stellungnahme für den Frieden hat ihren Preis –in Schweden ist man dabei, diese schmerzhafte Lektion zu lernen.

Anne Rentzsch

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