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Antisemitismus nimmt zu

Publicerat tisdag 29 november 2005 kl 17.00

Homosexuelle, Juden und Einwanderer werden laut Säpo immer häufiger zur Zielscheibe von Gewalt. Das geht aus einer aktuellen Statistik der Geheimpolizei Säpo hervor. So geben die jüdischen Gemeinden in Schweden  mittlerweile ein Viertel ihrer Mitgliederbeiträge für Sicherheitsmassnahmen aus.

Wenn die jüdische Hille-Schule in Stockholm morgens ihre Tore für die Kinder öffnet, stehen Polizisten auf der Strasse Wache. Ein mittlerweile gewohntes Bild und Teil des Polizeischutzes für jüdische Institutionen und Veranstaltungen. Schuldirektor Kim Lichtenstein kann sich damit trotzdem nur schwer abfinden:

“Ich finde es furchtbar, dass wir Polizei brauchen, die uns in einer demokratischen Gesellschaft wie der schwedischen bewacht. Aber offenbar erachtet die Polizei das als nötig, und wir tun das auch. Es liegen ja eindeutige Drohungen gegen uns vor“.

Im Herbst haben viele jüdische Gemeindemitglieder antisemitische Drohschriften erhalten. Etliche von ihnen müssen inzwischen sogar Leibwächter in Anspruch nehmen.

„Für uns ist das ein Teil des Alltags. Unsere Gesellschaft ist nicht so frei und offen wie die meisten gern glauben wollen“, sagt Schuldirektor Kim Lichtenstein.

Staffan Schejas Kinder Anja und Alexander besuchen die jüdische Schule. Der Vater ist froh über den Polizeischutz.

„Es ist ein beruhigendes Gefühl, dass das Gebäude bewacht wird. Wenn es auch schlimm ist, dass das überhaupt nötig ist. Wer in die Schule hinein will, muss  zunächst eine Sicherheitsschleuse passieren. Wir haben früher Erfahrungen mit unliebsamen Gästen gemacht, daher ist diese Massnahme nötig.“

Insgesamt 151 Verbrechen mit antisemitischem Motiv wurden im vergangen Jahr angezeigt. Etwa ein Drittel davon hatte nach Angabe der Geheimpolizei einen neonazistischen Hintergrund. Über mögliche islamistisch motivierte Täter gibt es keine Angaben und laut Säpo auch keine gesonderten Untersuchungen – jedenfalls nicht bisher. Allerdings sind gerade in jüngster Zeit Drohungen aus dem Lager der Islamisten in den Blickpunkt der Öffentlichkeit geraten. So untersucht der Justizkanzler gegenwärtig eine Tonbandkassette, die im Buchhandel der Stockholmer Moschee verkauft wird. Auf dem Band wird zum Heiligen Krieg aufgerufen und Gott um Hilfe bei der Ausrottung der Juden gebeten.

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