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Auch in Schweden steigt Zahl der HIV-Fälle

Publicerat torsdag 1 december 2005 kl 16.55

Seit 1988 steht am 1. Dezember weltweit das Thema HIV und Aids im Blickpunkt. Die Weltgesundheitsorganisation WHO rief den Welt-Aids-Tag ins Leben, um das Bewusstsein angesichts der globalen Epidemie zu schärfen. Auch in Schweden war der heutige Tag Anlass zur Bestandsaufnahme – und zu Diskussionen, wie der Verbreitung der Krankheit besser beizukommen ist.

Knapp vierzig Millionen Menschen sind derzeit weltweit mit HIV infiziert, drei Millionen Menschen werden nach Berechnungen der Weltgesundheitsorganisation in diesem Jahr an Aids sterben. Am grössten ist das Problem nach wie vor auf dem afrikanischen Kontinent. Aber die Krankheit rückt näher. Zwar ist in Europa die Zahl der Aids-Toten gesunken, vor allem auf Grund wirksamer Medikamente. Hingegen steigt – genau wie auch in Schweden -  die Zahl der Neuinfektionen mit HIV. Das bestätigt Johan Giesecke vom Europäischen Zentrum für Seuchenschutz. Das erst kürzlich gegründete Zentrum soll die gemeinsame Bekämpfung von HIV und Aids unterstützen. Am dramatischsten ist laut Giesecke der Anstieg der Fälle in Osteuropa.

„Innerhalb der EU führt Estland weiterhin die traurige Rekordliste an. Und auch Lettland und Russland sind als Problemländer zu nennen. Polen und Litauen haben die Dinge dagegen recht gut im Griff.“

Hinter den ansteigenden Kurven in einstigen Ostblock-Ländern wie Estland steht laut Giesecke vor allem der wachsende Drogenmissbrauch. Die steigende Zahl der HIV-Infektionen in einigen Ostseeanrainerstaaten ist auch in Schweden Anlass zur Besorgnis. Erst in dieser Woche hob die Stockholmer Polizei bei einer Razzia eine Reihe von Bordellen mit vorwiegend baltischen Arbeitskräften aus.

Für Schweden wird die Zahl der HIV-Infizierten gegenwärtig mit rund 3600 angegeben. Dies ist im Vergleich zu anderen Ländern moderat, für Schweden aber dennoch alarmierend. Seit dem Jahr 2000 verzeichnet man einen kontinuierlichen Anstieg, so Johan Giesecke. Die so genannten Risikogruppen seien klar zu umreissen:

„In Schweden ist es vor allem Einwanderer, die aus Ländern kommen, wo HIV und Aids viel weiter verbreitet sind als in Schweden. Immigranten stehen für den absolut grössten Teil der neuen Krankheitsfälle hier. Darüber hinaus verbreitet sich das Virus weiterhin unter homosexuellen Männern, wenngleich die Zahl der Fälle dort auf einem stabilen Niveau verbleibt. Wünschenswert wäre natürlich ein Rückgang“, sagt Johan Giesecke. Um der Verbreitung der Krankheit beizukommen, empfiehlt er vor allem, in punkto Information nicht nachzulassen, vor allem was besonders gefährdete Gruppen wie eben homosexuelle Männer und Drogenabhängige betrifft. Angebote mit freiwilligen HIV-Tests müssten zudem beibehalten und erweitert werden – schliesslich bietet die Frühentdeckung der Infektion bessere Möglichkeiten zur Behandlung. Schon jetzt wird allen Menschen, die in Schweden um Asyl ansuchen, eine Gesundheitskontrolle inklusive HIV-Test angeboten.

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