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Ethanol: weniger umweltfreundlich als bisher angenommen

Publicerat måndag 5 december 2005 kl 15.54

Wer Auto fährt und gleichzeitig etwas für Umwelt und Geldbeutel tun möchte, der kann mittlerweile auf eine recht grosse Anzahl von Modellen der grossen Hersteller zurückgreifen, die mit alternativen Treibstoffen betrieben werden. Der Liter Super kostet hierzulande umgerechnet rund 1 Euro 18. Da ist es nicht verwunderlich, dass auch immer mehr Schweden sich für umweltfreundliche Fahrzeuge entscheiden. Die Geheimwaffe im Kampf gegen Abgase und Kosten heisst Ethanol und wird normalem Benzin in unterschiedlicher Dosierung beigemischt. Doch neue Erkenntnisse der Universität in Uppsala versetzten jetzt Umweltschützern und Tankstellenbetreibern einen Dämpfer.

Der Ruf des vermeintlich umweltfreundlichen Treibstoffes Ethanol scheint angekratzt. Was bisher als fortschrittlich und umweltfreundlich galt, soll jetzt plötzlich ähnlich schädlich sein wie Benzin, meint Torbjörn Rydberg, Dozent an der Universität in Uppsala. Sein Vorwurf: bei der Beurteilung von Ethanol habe man in der Vergangenheit zu wenig das Gesamtbild, also beispielsweise die Herstellung, in Betracht gezogen. Denn Ethanol wird aus Getreide, Zuckerrüben oder Kartoffeln gewonnen und bis zum fertigen Produkt ist es ein weiter Weg. Torbjörn Rydberg:

”Vom Anbau über die Ernte bis zur Herstellung von Ethanol brauchen wir Maschinen aus Stahl oder Aluminium. Wir brauchen Dünger, Schmiermittel, Gebäude, Infrastruktur und Strassen. Dann muss das Getreide transportiert werden.”

Ob nun Ethanol genau so umweltschädlich ist wie Benzin, oder sogar schädlicher, da will sich Torbjörn Rydberg nicht festlegen. Doch es sei offensichtlich, wie oberflächlich dieser Kraftstoff in der Vergangenheit beurteilt worden sei.

”Wenn wir das langfristig in Bezug auf die Natur sehen, dann ist das für mich keine optimale Ausschöpfung vorhandener Ressourcen.”

Insofern stellt Rydberg auch sämtliche Subventionen für den alternativen Kraftstoff in Frage. 85 Prozent Ethanol sind in jedem Liter des speziellen Kraftstoffes E85. Da Ethanol von der Steuer befreit ist, entspricht das auch 85 Prozent weniger Steuer pro Liter. Entsprechend gross ist auch das Interesse der Kunden. Nach Angaben von Statoil stieg der Verkauf von Ethanol-Kraftstoff gegenüber dem Vorjahr um 750 Prozent. Die Kritik aus Uppsala kommt deswegen äusserst ungelegen. Doch welche Alternativen gibt es? Torbjörn Rydberg setzt auf Wasser- und Windenergie.

”Wir müssen eine angemessene Ausnutzung von erneuerbaren Ressourcen finden, die in der Natur bereits enthalten sind. Darauf können wir eine nachhaltige Gesellschaft aufbauen. Es geht hier um Wasser- und Windenergie und Ressourcen aus den Wäldern.”

Doch dafür könnte es bereits zu spät sein. Denn allein in Deutschland befinden sich bereits drei Anlagen für die Herstellung von Ethanol in Bau. Und auch in Schweden ist das Projekt mit rund 400 Tankstellen mit Ethanolzapfsäulen weit fortgeschritten.

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