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Silber für Eishockey-Damen Tre Kronor

Publicerat tisdag 21 februari 2006 kl 15.06

Eine Niederlage und dabei doch ein Sieg: Das schwedische Damen-Eishockey-Team verlor gestern im Finalspiel gegen Kanada mit 1:4 und musste sich so mit einer Silbermedaille begnügen – der ersten bei Olympia überhaupt. Den haushohen Favoriten aus Kanada waren die Tre Kronor nicht gewachsen – noch nicht. Denn der beispiellose Erfolg der Eishockey-Damen bei den Olympischen Winterspielen in Turin dürfte in den kommenden Jahren für entsprechenden Nachwuchs sorgen.  

Silber für Schweden, „das einem vorkommt wie Gold“, findet jedenfalls Berit Elfsberg, die Mutter von Verteidigerin  Joa Elfsberg. Mit der Silbermedaille schrieben die Damen von Tre Kronor gestern Abend Eishockey-Geschichte. Die Damen selbst sahen im ersten Moment ob des Verlustes etwas geknickt aus, ein Zeichen für den Kämpfergeist des Teams.

Frühe Tore demoralisierten

Nach dem phänomenalen Sieg über die USA im Halbfinale begann das erste Drittel für die Tre Kronor wenig erfolgreich. Bevor die Schwedinnen ins Spiel fanden, ging Torhüterin Kim Martin schon in der 3. Minute ein ungefährlicher Schuss durch. In der 12. Minute landete Kanada seinen nächsten Treffer. Das zweite Drittel war das schlechteste der plötzlich nervösen und unkoordinierten Schwedinnen. Der Preis: Zwei weitere Tore für die Kanadierinnen.

Nach ihrem beispiellosen Einsatz im Spiel gegen die USA war Torhüterin Kim Martin dann auch enttäuscht über ihre Leistung im Finale:

„Naja, ganz ok. Bei drei Toren konnte ich vielleicht nicht so viel machen. Wenn man einen guten Tag hat, springt der Puck in die richtige Richtung. Heute war nicht so ein Tag.“

Rooth ist stolz auf ihr Team

Spielmacherin und absolute Ausnahmespielerin der Schwedinnen, Maria Rooth, gab unumwunden zu, dass das kanadische Team eine Nummer grösser war als das eigene:

„Die sind einfach eine unglaubliche Mannschaft. Wir haben ja noch nie vorher im Finale gestanden. Da ist es schwer, gegen die beste Mannschaft der Welt zu spielen. Aber Silber bei Olympia bekommt nicht jeder und ich bin sehr zufrieden und stolz auf unsere Mannschaft.“

Dabei zeigten Tre Kronor erst im letzten Drittel, was für Potential in ihnen steckt. Nach elf Pässen schoss Gunilla Andersson das einzige Tor des Drittels. Damit endete das Finale mit 4:1 für Kanada.

Doch der Erfolg der Tre Kronor zeigt Auswirkungen. Schon seit den Olympischen Spielen in Salt Lake City, bei denen die schwedischen Hockey-Damen Bronze holten, hat sich die Zahl der Eishockeyspielerinnen verdreifacht. 3000 spielen mittlerweile im Verein. Allein im vergangenen Jahr wurden 180 Mädchen- und Damenteams gegründet.

Erfolg setzt sich in Clubs fort

Der Boom dürfte sich fortsetzen, meint Maria Tomani. Ihre Tochter spielt seit einigen Monaten in einem Club bei Stockholm:

„Die Mädchen müssen sehen, dass Eishockey auch ein Sport für sie ist. Sie brauchen Vorbilder, zu denen sie aufsehen können, so wie das für Jungs schon seit Jahren ist.“

Die Spielerinnen in der Eishalle sind begeistert von den Eishockey-Damen. Ihr Erfolg überträgt sich, Eishockeyspielen macht Spass: „Kämpfen dürfen und Schlittschuhlaufen“, sind für Matilda Höglund die wichtigsten Elemente. Ihre Freundin Emelie Fridh malt sich schon jetzt eine Zukunft in der Nationalmannschaft aus:

„Eishockey macht Laune, das will man auch noch machen, wenn man gross ist.“ Was muss man geben muss, um dieses Ziel zu erreichen, weiss Denise Håkansson: „Alles!“

Liv Heidbüchel

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