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Gesetz gegen aggressiven Telefonverkauf geplant

Publicerat onsdag 22 februari 2006 kl 13.55

Der Vertreter, der früher an der Haustür stand und einem ein ganz bestimmt tadelloses und notwendiges Gerät für den Haushalt aufschwatzen wollte, gehört der Vergangenheit an. Trotzdem hat der Verbraucher auch heute keine Ruhe vor aufdringlichen Verkaufsangeboten. Die erreichen die schwedischen Haushalte mittlerweile meist per Telefon und im Internet als so genannte Spam-Mails. Allzu penetrante Verkaufsgespräche am Telefon soll eigentlich das Marketinggesetz unterbinden, manche Unternehmen schreckt das jedoch nicht. Nun erwägt die Regierung eine Gesetzesänderung zum Schutz der Konsumenten.  

Schon vor drei Jahren beschwerten sich etliche Bürger beim Verbraucherschutzamt. Der Grund war immer derselbe: Ein bestimmtes Unternehmen hatte den Kunden Gratisproben von Apfelcideressig und Omega-3-Öl versprochen. Doch das vermeintliche Schnäppchen war gar keines. Stattdessen standen den Verbrauchern erhebliche Unkosten ins Haus sowie ein Abonnement von weiteren Waren des Unternehmens. Einer der 200 Betrogenen ist Göran Ekroth aus Stockholm:

„Ich verstehe überhaupt nicht, was das der Firma bringen soll, denn die machen doch eh so wenig Gewinn. Ausserdem verweigern sich doch sicher noch mehr diesen Angeboten so wie ich. Diese wirtschaftliche Strategie ist mir vollkommen unbegreiflich.“

Anzeige ohne Folgen

Göran Ekroth und seine Frau zeigten das Unternehmen beim Amt für Verbraucherschutz an. Dort war die Firma längst ein Begriff. Um das unselige Treiben zu beenden, hatte der Verbraucherombudsmann bereits Massnahmen getroffen: So wurde etwa die Werbung mit dem Ausdruck „gratis“ untersagt, schliesslich mussten die Kunden ganz offensichtlich für unerwünschte Waren bezahlen. Sollte sich das Unternehmen dieser Regel widersetzen, drohten umgerechnet 20.000 Euro Strafe.

Tatsächlich machte die Firma mit ihren unlauteren Angeboten weiter. Nun liegt dem Amtsgericht Stockholm eine Klage vor, bislang ohne irgendwelche Folgen. Der stellvertretende Verbraucherombudsmann, Marianne Åbyhammar, fordert härtere Strafen für betrügerische Firmen:

„Wenn dieses Problem weiter wächst, so wie wir das bei aggressivem Telefonverkauf beobachten können, sollte man über eine Gesetzesänderung nachdenken. Denn unsere heutige Gesetzgebung scheint nicht immer auszureichen.“

Beispiel Spam-Mails

Verbraucherschutzministerin Ann-Christin Nykvist hat das generelle Problem des Marketingkampfes ebenfalls erkannt. Die Ministerin verweist auf andere effektive Massnahmen innerhalb der EU:

„Nehmen wir das Beispiel E-Mail, das in Schweden und in anderen Ländern zu Schwierigkeiten geführt hat. Beim Versand von Werbe-E-Mails haben wir in der EU beschlossen, dass Unternehmen erst eine Erlaubnis vom Konsumenten einholen müssen, bevor sie die E-Mail-Werbung verschicken dürfen. Mit so einer Erlaubnis könnte man die Stellung der Verbraucher auch bei Telefonverkäufen stärken.“

Die Regierung will in Kürze einen entsprechenden Vorschlag im Reichstag einbringen. Verbraucherministerin Nykvist räumt einer Gesetzesänderung gute Chancen ein: Eine Mehrheit im Parlament sollte möglich sein.

Liv Heidbüchel

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