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H5N1: Zu aggressiv für sich selbst

Publicerat torsdag 2 mars 2006 kl 16.57

Seit die Vogelgrippe in Schweden gelandet ist, erreichen die Menschen im Land äusserst widersprüchliche Informationen. Einerseits mahnen die Behörden zur Ruhe, andererseits sind Seuchenexperten nur in Schutzanzug und mit Atemmaske in den Gefahrenzonen zu sehen. Das Virengebiet scheint sich inzwischen nicht mehr auf die Gegend um Oskarshamn zu begrenzen, mit sicheren Ergebnissen rechnet man aber erst am Freitag. Vielleicht als Aktion gegen die allgemeine Panik geht das Seuchenschutzinstitut nun mit einer beruhigenden Nachricht an die Öffentlichkeit: Das Virus H5N1 nämlich sei so aggressiv, dass es sich damit nur selbst schade.

Obwohl das Vogelvirus tausende von Jahren alt ist, traten in den vergangenen zehn, fünfzehn Jahren gerade mal zwei Varianten in Erscheinung, so die Botschaft des Seuchenschutzinstituts: H7N7 trieb in den 90er Jahren in Holland sein Unwesen, und nun also H5N1, das schon 1997 in Hongkong für eine Epidemie sorgte.

Das Bestreben eines jeden Virus ist es, eine harmonische Partnerschaft mit seinem Wirt einzugehen. Betrachte man jedoch die junge Variante H5N1, so sei diese eindeutig zu aggressiv für das eigene Überleben, sagt Ragnar Norrby, Generaldirektor des Seuchenschutzinstituts, und zieht einen Vergleich:

„Nehmen wir das Herpes-Virus, mit dem der Grossteil der Bevölkerung infiziert ist. Es fristet sein Dasein im menschlichen Körper ohne seinem Wirt allzu grossen Schaden zuzufügen. Dieses Virus ist sehr alt. Das Immunschwächevirus HIV dagegen ist jung, es vernichtet seinen Wirt.“

Weitere Mutation unwahrscheinlich

Genau demselben Schicksal erliegt zurzeit auch H5N1, meinen Virologen. Die grösste Angst, dass das Virus mutieren und damit auch für den Menschen gefährlich werden könnte, teilen Experten nicht. Die Wahrscheinlichkeit für eine Veränderung sei ausserordentlich gering, denn sie bietet dem Virus letztlich nur zwei Möglichkeiten: Entweder es kommt zu einer weiteren Mutation, was das Virus harmloser und damit verträglicher für den Wirt machen würde. Oder aber das Virus mutiert zu einer noch aggressiveren Form – und vernichtet damit auch künftig seinen Wirt.

Eine allzu grosse Hoffnung, dass sich das Problem in absehbarer Zeit von selbst löst, solle man jedoch nicht hegen, schränkt Ragnar Norrby vom Seuchenschutzinstitut ein. Denn diese Prozesse ziehen sich nach heutigem Kenntnisstand hin:

„Das kann dauern. Bis das Virus eine harmlosere Form annimmt, können durchaus hundert Jahre vergehen.“

Liv Heidbüchel

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