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Silber-Heldin geht neue Wege

Publicerat onsdag 8 mars 2006 kl 15.56

An diesem Mittwochabend schreibt sie in Malmö Sportgeschichte: Kim Martin. Die umjubelte Torhüterin des schwedischen Eishockey-Damenteams bricht, so könnte man sagen, aus ihrer vorgeschriebenen Geschlechterrolle aus und mischt bei den Männern mit. Sie wird für die Herren der Malmö Redhawks im Tor stehen, wenn diese gegen Bofors antreten. Damit ist Kim Martin die erste schwedische Frau, die in einer Herrenmannschaft der Spitzenklasse mitspielt.

Schon als Dreijährige stand sie auf dem Eis, sechs Jahre später hielt sie zum ersten Mal einen Hockeyschläger in Händen. Inzwischen, mit 20, hat sich Kim Martin einen sicheren Platz im Olymp der schwedischen Eishockey-Stars gesichert. Und in puncto Stars denkt man hier seit langem nicht mehr nur an „Trekronor”, die Herren also, die in Turin olympisches Gold holten. Die Damkronor, die schwedischen Damen, kamen immerhin mit Silber nach Hause. Für Kim Martin war es nicht das erste olympische Edelmetall. In Salt Lake City holte sie mit dem Team Bronze - und wurde somit jüngste Medaillengewinnerin in einer Winter-OS überhaupt.

Und nun also ein neues erstes Mal - das Debüt bei den Herren der Malmö Redhawks. Gewiss sei sie nervös vor dem Spiel, gesteht Kim Martin ein, aber: ”Ich hab eine Menge erlebt und habe alle Ziele erreicht, die ich im Eishockey erreichen wollte - bis eben auf dieses eine: auf Top-Niveau mit Männern zu spielen. Es wird keine leichte Aufgabe werden, das ist mir schon klar. Es wird etwas ganz anderes sein als alles was ich bisher gemacht habe. Aber im Moment mache ich mich nicht fertig bei dem Gedanken, ich finde es einfach nur klasse.”

Worin besteht nun der so genannte kleine Unterschied beim Eishockey? In gemeinsamen Trainingsstunden habe sie bestätigt gefunden, was ihr bisher nur theoretisch und vom Zuschauen her klar war, sagt Kim Martin: Die zumeist schwereren, grösseren Männer seien härter im Schiessen und platzierten die Schüsse besser. Sie hofft allerdings, dass die Herren der Gegenmannschaft auch bei diesem Spiel genauso schmettern und nicht in falsch verstandener Höflichkeit auf die zierliche 1 Meter 66 grosse Frau Rücksicht nehmen. Dass sie das Tor nicht mit Körpermasse ausfüllen kann, will sie mit Beweglichkeit und Reaktionsschnelligkeit wettmachen - wie gewohnt. Und vielleicht ja auch diesmal gewohnt erfolgreich.

Anne Rentzsch

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