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Parteienkurzportrait - Die Konservativen

Publicerat onsdag 29 mars 2006 kl 09.00
Carl Bildt war lange Zeit auch als UN-Balkankoordinator tätig

Die Konservativen sind Schwedens grösste bürgerliche Oppositionspartei und wurden im Jahr 1904 gegründet. Letztmals stellten sie von 1991 bis 1994 den Regierungschef. Bei dieser Wahl ist die Chance auf einen Sieg so gross wie lange nicht mehr.

Ganz nach dem Vorbild Tony Blairs und seiner „New Labour“ hat der verhältnismässig junge Parteichef Fredrik Reinfeldt die Konservativen auf die Wählergruppe der bürgerlichen Mitte getrimmt. Unter dem Leitspruch „Nya Moderaterna“ (Neue Moderate) schlägt die ehemals rechtskonservative Partei heute bisweilen recht sozialdemokratische Töne an. In der Debatte um Billigkonkurrenz aus den neuen EU-Ländern pries Parteichef Reinfeldt sogar das schwedische Tarifmodell, das stark von den Gewerkschaften dominiert wird.

Häufiger Namenswechsel

Im Laufe ihrer Geschichte hat die Partei oft ihre Ausrichtung und ihren Namen geändert. Ursprünglich trat sie unter der Bezeichnung „Allgemeine Wählerunion“ gegen Arbeitnehmerrechte und den Sozialstaat ein. Stattdessen hatte die „Allgemeine Wählerunion“ eine stark nationalistische Ausrichtung, was aber nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland zumindest teilweise revidiert wurde. Damals spaltete sich ein Teil des parteieigenen Jugendverbands ab und bildete eine faschistische Organisation.

Meist in der Opposition 

Nach dem Zweiten Weltkrieg suchte die Partei unter dem Eindruck einer neuen Weltordnung abermals eine neue Ausrichtung und einen neuen Namen. In den 1950er Jahren firmierte sie unter der Bezeichnung „Rechte Partei“, im darauf folgenden Jahrzehnt nahm sie schliesslich den Namen „Moderate Partei“ (=Konservative) an. Von 1976 bis 1982 konnten die Konservativen die Vormachtsstellung der Sozialdemokraten vorübergehend brechen. Darauf folgte erneut annähernd ein Jahrzehnt in der Opposition.

Im Jahr 1991 schliesslich gelang es Parteichef Carl Bildt eine Mitte-Rechts-Regierung unter seiner Führung zu bilden. Seine Regierung unternahm grosse Anstrengungen den hochverschuldeten Staatshaushalt zu sanieren, brach einige staatliche Monopole in der Medien- und Telekommunikationsbranche auf und brachte Schwedens Antrag auf EU-Mitgliedschaft auf den Weg.

”Neue Moderate”

Doch die Wirtschaftskrise Anfang der 1990er Jahre in Schweden wurde nicht zuletzt auch der Regierung von Carl Bildt angelastet, weswegen sich die Moderaten von 1994 an wieder in der Oppositionsrolle fanden – bis heute. Nach einem desolaten Wahlergebnis 2002 trat der glücklose Parteichef Bo Lundgren ab und übergab das Amt an den jungen, charismatischen Fredrik Reinfeldt. Die von ihm betriebene Annäherung an die „Mitte“ wurde zwar von einzelnen Parteimitgliedern kritisiert, brachte aber in den Umfragen ein deutliches Plus für die Konservativen ein.

Im Jahr 2004 riefen die Konservativen zusammen mit den drei anderen bürgerlichen Parteien die so genannte „Allianz für Schweden“ ins Leben. Gemeinsames Ziel ist es, als bürgerlicher Block nach der Wahl am 17. September 2006 die Macht in Schweden zu Übernehmen.

Generell können die Moderaten als europafreundlich bezeichnet werden. Bei der gescheiterten Volksabstimmung über den Euro im Jahr 2003 hatten sie vehement für ein „Ja“ geworben. Zudem streben die Moderaten mittelfristig sogar eine Mitgliedschaft Schwedens in der NATO an. Innenpolitisch haben sie sich den Bürokratieabbau sowie den Verkauf mehrerer staatlicher Unternehmen auf die Fahnen geschrieben.

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