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Parteienkurzportrait - Linkspartei

Publicerat onsdag 29 mars 2006 kl 08.57
Gudrun Schyman

Die Linkspartei ist eine der beiden Unterstützerparteien der sozialdemokratischen Minderheitsregierung. Selbst bezeichnet sie sich als sozialistisch und feministisch. Die vergangenen Jahre waren vor allem durch innerparteiliche Skandale und Streitigkeiten geprägt.

Gegründet wurde die Linkspartei im Jahr 1917. Durch Abspaltung der Sozialdemokraten wurde sie im Jahr 1921 zur „Kommunistischen Partei“. Im Zuge des Kalten Krieges, in welchem Schweden offiziell als blockfrei galt, distanzierten sich die schwedischen Kommunisten zunehmend von der Politik der Sowjetunion. Tatsächlich waren Schwedens Kommunisten die erste Partei im Land, die den Einmarsch sowjetischer Truppen in der Tschechoslowakei 1968 offiziell verurteilte. 1970 trat die pro-sowjetische Plattform aus der schwedischen Kommunistischen Partei aus.

Ausbau des Wohlfahrtsstaates 

Nach dem Zusammenbruch des Warschauer Paktes strich die Partei den Kommunismus aus ihrem Namen und nannte sich fortan nur noch Linkspartei. Unter der ebenso mediengewandten wie umstrittenen Vorsitzenden Gudrun Schyman stieg die Linkspartei deutlich in der Wählergunst. Zudem profitierte die Partei von den Stimmen etlicher sozialdemokratischer Stammwähler, die mit der Kürzungspolitik von Ministerpräsident Göran Persson unzufrieden waren. Zwar macht sich die Linkspartei für einen weiteren Ausbau des Wohlfahrtsstaates stark, dennoch ist sie seit Jahren stiller Kooperationspartner der sozialdemokratischen Minderheitsregierung.

”Kommunismus-Debatte” 

Als Parteichefin Schyman Ende 2003 wegen mutmasslicher Steuerhinterziehung in die Schlagzeilen geriet, musste sie ihren Hut nehmen. Seit Anfang 2004 ist Lars Ohly Vorsitzender der Linkspartei. Doch Ruhe kehrte vorerst nicht ein. Unwahre Aussagen, persönliche Antipathien im Vorstand sowie die „Kommunismus-Debatte“ haben die Partei in der Wählergunst zwischenzeitlich stark einbrechen lassen. Umstritten war lange Zeit Ohlys Selbstbezeichnung als Kommunist, was viele seiner Parteigenossen als nicht akzeptabel verurteilten.

In zwei Lager gespalten 

Aktuell ist die traditionell EU-feindliche Partei in zwei Lager geteilt: in Traditionalisten und Erneuerer. Etliche prominente Mitglieder haben die Linkspartei in den vergangenen zwei Jahren verlassen. Am spektakulärsten war freilich der Austritt der Ex-Vorsitzenden Schyman, die mittlerweile eine eigene Partei gegründet hat – die Feministische Initiative. Ob dies die Linkspartei wichtige Stimmen kosten wird, ist noch nicht klar.

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