Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/

Otter auf dem Vormarsch

Publicerat tisdag 21 mars 2006 kl 16.57

Der Otter kommt zurück. Das ist die erfreuliche Nachricht des Umweltverbandes WWF Schweden. Ende der 60er Jahre galt das Tier als so gut wie ausgestorben. Heute gehen Schätzungen von bis zu 2000 Ottern landesweit aus. Doch warum vermehrt sich das nachtaktive Raubtier aus der Gattung der Marder nun wieder an Schwedens Wasserläufen?

Das possierliche Gequietsche der Otter war in den 50er Jahren ein ganz gewöhnliches Geräusch längs der Gewässer im südschwedischen Småland. Kein Wunder also, dass die Småländer den Otter zu ihrem Landschaftstier machten. Vor einem halben Jahrhundert wurden jedes Jahr noch so viele Exemplare geschossen, wie es heute insgesamt wieder gibt. Nahezu unvorstellbar, nun da diese Marderart auf der roten Liste der bedrohten Tierarten steht.

Jetzt kehrt der Otter zurück und zwar in seine angestammten Reviere. Lennart Henriksson ist Otterexperte beim WWF, er begrüsst, dass sich mit 2000 Ottern der Bestand im Vergleich zu den 80er Jahren verdoppelt hat:

„Der Otter braucht Seen oder Flussläufe, die auch im Winter nicht zufrieren. Denn der Otter ernährt sich hauptsächlich von Froschtieren und Fischen.“

Problem Nahrungskette

Genau die Fische sind und waren aber das Problem. Die Umweltverschmutzung durch die Industrie in den 60ern und 70ern und da besonders das Umweltgift PCB machte dem Otter fast den Garaus. Denn diese Umweltgifte landen in der Nahrungskette zuerst bei Vögeln und Fischen und damit letztlich auch beim Otter. Die hochgiftigen PCB etwa sind organische Chlorverbindungen und wegen ihrer schweren Brennbarkeit vielfach eingesetzt im Brandschutz, aber auch in gewöhnlichem Klebstoff und Fugenmassen.

Die Chemikalien wirken sich wie beim Menschen auch beim Otter negativ auf Nervensystem, Immunabwehr und vor allem die Fruchtbarkeit aus. Das fand nun Anna Roos heraus, sie ist Forscherin am Naturhistorischen Museum in Stockholm und untersucht nebst dem Otter auch Nerze, ebenfalls eine Marderart:

„Die Reproduktion des Nerzes bleibt bei einem gewissen PCB-Gehalt aus. Und die Werte, die schon dem Nerz schaden, liegen beim Otter noch viel höher.“

Weiter Gefahr durch Umweltgifte

Die Folge: Fehlgeburten oder eine hohe Sterblichkeit bei den noch jungen Nachkommen. Seit 1978 sind Herstellung und Gebrauch des Umweltgiftes PCB in Schweden verboten. Trotzdem dauert es lange, bis die Natur die Chlorverbindungen abgebaut hat. Der PCB-Stopp scheint sich gerade positiv auf die Otterpopulation auszuwirken, da lauert auch schon die nächste Gefahr in Form von Umweltgiften. Auch sie gelangen über die Nahrungskette zum Otter und bedrohen seinen Bestand, erklärt Anna Roos vom Naturhistorischen Museum:

„Die Gefahr ist längst nicht gebannt. Es gibt zum Beispiel andere Brandschutzmittel, die durch Industrie und Müllverbrennung in die Umwelt gelangen. Und dann haben wir uns auch die so genannten PFOS-Stoffe angesehen, die künftig eine Gefahr darstellen können.“

PFOS ist ein Umweltschadstoff, der in Reinigungsmitteln, Farben und Lacken gewöhnlich ist. Genau wie PCB bauen sich diese Stoffe nur sehr langsam ab und treiben so über Jahrzehnte ihr Unwesen in der Nahrungskette. Anna Roos vom Naturhistorischen Museum betont, wie wichtig der vorsichtige Umgang mit Umweltgiften ist:

„Umweltschädliche Stoffe richtig zu entsorgen, ist das A und O. Am besten ist es natürlich, wenn man schädliche Chemikalien gar nicht erst verwendet.“

Der Mensch ist gefragt

Im ganzen Land finden nun verschiedene Projekte zur Rettung des Otters statt. So hat die Naturschutzbehörde ein regelrechtes Massnahmenpaket geschnürt. Viele Otter sterben zum Beispiel im Strassenverkehr. Deshalb bauen Umweltschützer nun Passagen unter Brücken, die den Otter vor Autos schützen sollen. Ausserdem müssen viele natürliche Feuchtbiotope wiederhergestellt werden, damit sie auch attraktive Reviere für diese Marderart sind.

Begradigte Flüsse, intensivierte Landwirtschaft und vermehrte Freizeitaktivitäten begrenzen den Lebensraum des Wasserräubers. So liegt es vor allem am Menschen, wenn der Otter auch künftig eine feste Bleibe in Schweden haben soll.

Liv Heidbüchel

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".