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Ausbau von Windkraft beschlossen

Publicerat onsdag 22 mars 2006 kl 17.25

In Deutschland sind sie ein gewohntes Bild: die Windräder, die oft in grossen Scharen unermüdlich erneuerbare Energie liefern. In Schweden hat man diese Form der Energiegewinnung lange Zeit stiefmütterlich behandelt. Das soll jetzt anders werden. Die regierenden Sozialdemokraten haben gemeinsam mit Zentrumspartei und Linkspartei eine Vereinbarung geschlossen, wonach unter anderem die Windkraftversorgung künftig stärker ausgebaut werden soll.

Investitionen in Höhe von umgerechnet 37 Millionen Euro sieht das Energiepaket über die Blockgrenzen hinweg vor. Besonders in den strukturschwachen Norden Schwedens sollen die Gelder fliessen. Aber auch an den Ausbau von Offshore-Kraftwerken und Windparks längs der Küsten ist gedacht. Ziel des umfassenden Plans: Bis zum Jahr 2016 sollen 17 Terrawattstunden (TWh) aus erneuerbarer Energie gewonnen werden. Das entspricht etwa zwölf Prozent der gesamten Energieproduktion Schwedens.

”Windkraftindustrie in den Startlöchern”

Bislang beteiligt sich Schweden an der Nutzung von Windkraft vor allem als Unterhändler und liefert Komponenten an die europäischen Nachbarn. An eigener Produktion mangele es jedoch eklatant, räumte die für Umwelt- und Gesellschaftsfragen zuständige Ministerin Mona Sahlin im Zusammenhang mit dem nun unterbreiteten Vorschlag ein. Windkraft habe ein unerhörtes Potential und die schwedische Windkraftindustrie stehe bereits in den Startlöchern, so Sahlin. Um der Industrie entgegen zu kommen, wird in dem Vorschlag die Schaffung eines Beirats für Energieentwicklung angeregt.

Neu an dem Vorschlag ist auch der Begriff Windwirtschaft. Er soll markieren, dass die Nutzung von Wind für die Energiewirtschaft grosse Ähnlichkeit mit anderen Zweigen wie Land- und Forstwirtschaft habe. Ausserdem setzt der Vorschlag ein neues Energiesparziel fest: Bis zum Jahr 2050 sollen die Haushalte ihren Energieverbrauch durchs Heizen halbieren.

Bürgerliche Allianz geschwächt?

Allein diese Zeitspanne deutet auf ein schwerwiegendes Problem der Übereinkunft von Sozialdemokraten, Zentrums- und Linkspartei hin: Wenn im Herbst Wahlen sind und möglicherweise die sozialdemokratische Minderheitsregierung von der bürgerlichen Opposition abgelöst wird, könnte der nun unterbreitete Vorschlag für Probleme sorgen.

Schon jetzt zeigten sich die anderen Parteien der bürgerlichen Allianz nicht sonderlich erbaut über die gemeinsame Sache von Zentrumspartei und Sozialdemokraten. Konservative, Liberale und Christdemokraten sehen durch das Angebandel über die Blockgrenzen hinweg ernsthafte Schwierigkeiten für die eigene Zusammenarbeit in der kommenden Mandatperiode: In der bürgerlichen Allianz ist nur die Zentrumspartei ausdrücklich gegen den Ausbau der Kernenergie.

Die Zentrumspartei rechtfertigte sich damit, dass die Kooperation mit den Sozialdemokraten in Energiefragen bereits seit 1997 bestehe. Aus dieser Kooperation habe man nicht plötzlich aussteigen wollen.

Liv Heidbüchel

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