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Auslandseinkünfte versacken

Publicerat torsdag 6 april 2006 kl 15.31
Einkünfte aus dem Ausland werden nicht angeführt

In diesen Wochen sind die Schweden wieder aufgefordert, ihre Steuererklärung zu machen - eigentlich ein recht unkompliziertes Verfahren. Ob per Telefon, SMS oder Internet: Seine Einkünfte zu deklarieren geht in Schweden denkbar einfach. Kompliziert wird es erst, wenn Einkünfte im Ausland erzielt wurden. Die Finanzämter sind oftmals überfordert, mit den Steuerdaten aus anderen Ländern etwas anzufangen.

Auf dem zweiseitigen Vordruck, den jeder Steuerzahler erhält, sind die Einkünfte in der Regel bereits maschinell eingetragen – sofern das Geld in Schweden verdient wurde. Doch immer mehr Schweden arbeiten mittlerweile im Ausland. Für die Steuerbehörden bedeutet das Mehrarbeit, wie die Rechtsexpertin Pia Blank Törnos vom Finanzamt Stockholm erklärt:

„Das Finanzamt muss immer öfter anderen Ländern Informationen erteilen. Gleichzeitig erhalten wir immer mehr Information von ausländischen Finanzämtern. Aber exakte Informationen zu bekommen ist oft schwierig. Nicht alle Länder haben ein Personennummersystem so wie wir. Wenn ein Lars Larsson im Ausland Einkünfte hatte, können wir nicht immer genau sagen, um welche Person es sich handelt.“

Einzigartige Personennummer 

Anhand seiner einzigartigen Personennummer – einer Art schwedischer Sozialversicherungsnummer – kann jeder Steuerzahler in Schweden in Sekundenschnelle von den Behörden zugeordnet werden. Doch dieses System besteht fast ausschliesslich in den nordischen Ländern. Einkünfte dagegen, die ein Schwede beispielsweise in Deutschland erzielt hat, werden häufig nur ungenau bzw. gar nicht registriert. Dadurch entgehen dem schwedischen Fiskus jährlich beträchtliche Summen, wie Expertin Blank Törnos zu berichten weiss:

„Vor ein paar Jahren haben wir Berechnungen darüber angestellt, wie viel Geld uns verloren geht. Da kam man auf eine Summe von drei Milliarden Euro. Das sind nur Schätzungen, aber gewiss handelt es sich um grosse Summen.“

Schlechte Vernetzung 

Zwar ermuntert der EU-Binnenmarkt seine Bürger dazu, grenzüberschreitend zu arbeiten. In puncto Datenvernetzung befinden sich Europas Steuerbehörden allerdings noch in der Steinzeit. Dabei wäre ein reibungsloser Austausch gerade für Länder mit hohen Steuersätzen - wie Schweden - wichtig. Denn im Regelfall müssten etwa Einkünfte aus Deutschland, wo niedrigere Sätze gelten, nachbesteuert werden. Da dies in der Praxis nur unzureichend funktioniert, mahnt Rechtsexpertin Blank Törnos Verbesserungen an:

„Der Informationsaustausch zwischen den Finanzämtern ist sehr wichtig, damit wir Steuern eintreiben können. Das Hauptproblem liegt in der Organisation. Wir müssen es schaffen, Namen und Daten aus etlichen Ländern zu identifizieren.“

Einstweilen aber ist eine einheitliche Steuererfassung in der EU kaum denkbar, von einheitlichen Steuersätzen ganz zu schweigen. Somit werden auch in diesem Jahr geraume Summen am schwedischen Fiskus vorbeifliessen.

Alexander Schmidt-Hirschfelder

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